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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1897-01-01 · Heft 8 · p. Seite 374

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
41 (1896-1897)
Issue
Heft 8
Article
Einige Schriftstücke aus dem Nachlasse Aron Wolfssohns
Date
1897-01-01
Page
Seite 374 (sequence 6)
Language
German
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374 Kinige Schriftstücke aus dom Nachlasse Aron \Vr01 fsNuhuH. und edlen Teller gewandt haben, in einer Nachlese zu hearbeiten. Sieht als ob ich wüsste, was bereits gesprochen; denn ich will mein Urtheil, so unbedeutend es an sich ist, durch keine Vorarbeit bestimmen lassen, sondern weil ich mir eine ganze Ernte geben kann1). Ist Herr Sino noch in Brcssluu. 60 sagen Sie Ilnn ׳sie) doch, dass ich lange her gar nichts von seinem Sevn und Leben wisse, so gegründet mein (Haube >ey, dass Ihm mein Andenken nicht gleichgültig sein dürfte'*). Erhalten Sie Herz und Liebe Ihrem Freund und Verehrer Hufnagel. IV. Im Jahre 1807 gab Wolfssohn seine Lehrthätigkeit in.׳ Breslau, wo er inzwischen zum königl. Professor u Dircetor ernannt worden war, auf und kehrte wieder nach Berlin zurück, ])azu veranlasste ihn vornehmlich sein geschwächter Gesundheitszustand, vielleicht aber auch die ihm in Berlin dargebotene Vertrauensstellung als Erzieher in dem Bet* Eschen Hause. Im Jalm4 180S besuchte, er, obwohl noch nicht ganz hergestellt, den geheimen Finanzrath Jacobsohn in Braunschweig, der zum Präsidenten des israelit (,onsistoriums für das Königreich Westphalen!»mannt, war, um ihn für seinen u. Friedlünders Standpunkt zu gewinnen. Bei der Berathung über die innere Einrichtung dieser Behörde war nämlich auch David Friedländer zugegen3); er scheint jedoch zur Geltendmachung seines St;ts vorher Wolfssohn dahin geschickt zu haben. Der folgende Brief dürft!» als neuer Beleg für die Rücksichtslosigkeit, mit welcher Fr.4) und seine Gesinnung*- genossen jede religionsgesetzlichc Verpflichtung zuniekwiesen, zur Charakteristik des Standpunktes der Aufklärm1gsfa11atike1\ zu denen auch Wolfssohn gehörte, von einigem Interesse sein. Dass Fr. dahei persönlich glciclnvohl die Febertritte zum Fliristenthum verurtheilte, ist um so weniger auffallend, als jenes Sendschreiben, mit dessen! Inhalt er sieb identiri־ eirte, nur für das Eintretun in ein dogmenloses Chistenthum ohne heuchlerisches Bekenntnis* sich ausgesprochen batte* Der Brief hat folgenden Wortlaut: ') Pie letzten Worte sind mir unklar. Vermuthlich ist der Inhaber der Stammmimmer 74 im Stammhuch!1er Breslauer Gemeinde vom Jahre 1701 gemeint. S. Schwester Bella, war an Joel Löwe verheirathot Vgl. Freudenthal a. a. 0. S. 244. :h Ygl. Jost, Gosch, d. Judentums u. 8. Socten BI, 325. Vgl. 8. Briefe an Meier Kger in Gr. Glogau, initgef heilt von L. Geiger in der Zeitschrift f. die Gesell, d. Juden in Deutschi. 1, $. 2öf>fF. 9291

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