Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1897-01-01 · Heft 8 · p. Seite 355

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
41 (1896-1897)
Issue
Heft 8
Article
Eine südarabische Midraschcompilation zu Esther
Date
1897-01-01
Page
Seite 355 (sequence 6)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2829132-2829696-2829705-2880657--27857-2880693
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Eine smlanibische MidraRchcompilatiou zu Esther. 355 E. A. hier .Esther rabba zur Vorlage hat, und dass man Josippon aus der Liste der Quellen unseres Compilatot’s streichen muss. Dass Esther rabba selbst das Stück nicht aus Josippou, sondern aus einem dem Verfasst*!־ dieses Midrasch noch vorliegenden hebräischen Apokryphen zum Estherbuche geschöpft hat, ist eine von mir vor langer Zeit aufgestellte Hypothese (s. Monatsschrift, 1869, 024), welche mir auch jetzt noch plausibel erscheint. Auch halt(*- ich Esther rabba für älter, als Huber anzunehmen geneigt ist, und meine, dass diesen! der Kabboth-Sammlimg einverleibten Midrasch vermöge seines lnhalts <*in höheres Alter zuzuerkennen ist, als den anderen Midrascheompilatioiien zu Esther. Doch ist es hier nicht am Platze, darauf näher einzugehen. Nur darauf will ich hinweisen, dass unser slidarabiseher Compilator auch Esther rabba. allerdings nicht in reichem Masse, benutzt hat. Ausser der oben besprochenen Stelle (zu 4, 7) verweise ich noch auf den zu 2, 14 (S. 22) gebrachten Ausspruch: אכלי" י"' חייא 2" ווא מלבי מהי חמימים היו איז רו להק״בה עליהם אלא ע״ז שקיבלו מאבוהיהז. Die Quelle dieses Ausspruches fand Huber nicht und erwähnt ihn auch p. X unter den Aussprüchen, deren Quelle ihm unbekannt ist. Aber der Ausspruch, den ich unter Cliija h. Abba in der Agada der palästinensischen Amoräer, Hand II, S. 187, Anm. 2, an füll re, findet siel! ausser den zwei dort eitirten Stellen (Esther r. e. 1 g. Ende; Tanchuma H. ppn 27) noch — mit ר׳ יהודה בר אבא als Autor in Pesikta 40b. und anonym in Pesikta rabb. c 14.(60a). Unser Compilator muss ihn, da er ebenfalls־ di(; richtige Autorangabe hat, entweder aus Tanehuma oder aus Esther r. genommen haben; das zweite ist wahrscheinlicher. Was zu 4, 3 über א2ל גדול ausgeführt wird (S. 41), findet sich nur noch — wenn auch in etwas verschiedener Version — in Esther r Immerhin ist es auffallend, dass Esther r nicht häufiger als Quelle unserer E. A nachgewiesen werden kann. Der Ausspruch Aibo’s über das Sehen der Frommen und das der Frevler, zu 3, 5 (S. 28), steht in Esther r. zu 3, 5 in etwas verschiedener, aber wie es scheint ursprünglicherer Form. Auch hier kann Esther r. die Quelle gebildet haben und der Ausspruch vom Compilator verändert worden sein. Von Stellen, deren Quelle Huber nicht anzugehen vermag seien noch zwei erwähnt: Die Etymologie des Namens Mordechai’s 2, 5 (S. 18 oben) stammt aus Chullin 139 b. Der Satz Jizchak Nappacha's: . . . שבסים קרעי על בנימין, zu 4,1 23♦

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.