Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 41 (1896-1897)
- Issue
- Heft 8
- Article
- Eine südarabische Midraschcompilation zu Esther
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 354 (sequence 5)
- Language
- German
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354 Eine «üiljirabisolie MMnisehcoinpilatkm zu Esther. Es ist dies der Ausspruch über den Frieden, mit welchem der Anhang zum Traktat Derech Erez, der פי־ק השלום abschliesst. Al>er die Autorangabe א״"־ "טמיאל beweist, dass ilm unser (Vmipilator aus 1\ A. genommen hat. Und eben daher nahm er den anderen, sonst nieht verkommenden Aussprueh über den Frieden, mit dem er seine Compilation in dem üblichen messianisehon Ausklange endigen lässt: *ו־, ׳טמוא אונד־י גקול הוא היטלים •טהוא יתי־י מב* המתנית. הטובות שהבטיח הקב״ה לישי־־אל באחריה הימים דבתיב וייטב עטי בניה יטליט ובמיטבנות מבטחים ובמנוחות ׳טאננגה. Offenbar hat auch die Ilauptfpiclle unseres Compilators. der Midrasch 1\ A , mit diesem Satze geschlossen, so dass man an nehmen darf, dass als Kähmen seiner Hsther - Agada er von Anfang bis zu Ende den Midrasch K. A. verwendet hat. Den grössten Theil seiner Compilation hat unser Verfasser mit der Estheragada des babylonischen Talmuds ausgefüllt (Megilla, Cap. I), aber auch ändert‘, Aussprüche des babylonischen. Talmuds mitgenommen. Diese Exeerpte aus dom Talmud sind vielfach von textkritischem Werthe, worauf Buber oft hinweisst. Als Einzelheit erwähn(‘ ich, dass unser Uompilator zuweilen י", אבא hat, wo der Talmudtext לבא bietet. Das kommt daher, dass in seinem Talmudtext(‘ der Name Raba’s, wie das auch sonst vielfach bezeugt ist, י־אבא geschrieben war, eine Orthographie, welche die Unter- Scheidung von י־בה Kabba, zum Zwecke hatte, eine Unter- Scheidung, die sieh in der überlieferten Aussprache des Namens (‘!•halten hat. Horvorgehoben zu werden verdient, dass das 49. Capitel der Kirke K. Eli ose r fast ganz excerpirt ist und die einzelnen Sätze zu den betreffenden Versen dos Estherbuches gesetzt sind. Nach Buber (p. TX) hätte unser Autor auch den Jusippon benutzt. Aber die einzige Stell(;, auf die er als Beleg hinwoist, kann er aus Esther rabba genommen haben. Es ist die Erzählung vom Traume Mordechai's, die in Esther r. (zu 4, 7) mit den Worten beginnt: בשנה השנית למלך אחיטירש וירא והנה und mit den Worten schliesst:ועיהה קומי ובקשי רחמים מאת הקב׳־ה ובאי לפני המרו והתחנני על עמו ועל מולדתו Das betreffende Stück in unserer E. A. beginnt ebenfalls: בשנה השנית למלך אהשורוש. ראה מדרבי,בהלום והנה;• und es schliesst.: ועתה קומי ובקשי מן המלך רחמים שנאמר לביא לפני המלך להתחנן לו. Was in Josippon dem Stücke vorausgeht und was ihm folgt, wird in unserer E. A. ebenso wenig benutzt, als in Esther rabba. Es ist also viel eher anzunehtnen, dass