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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1897-01-01 · Heft 8 · p. Seite 351

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
41 (1896-1897)
Issue
Heft 8
Article
Eine südarabische Midraschcompilation zu Esther
Date
1897-01-01
Page
Seite 351 (sequence 2)
Language
German
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Eine süäarahiseh«» Alidruscheompilation 55 n Esther. ^51 סירייהא, was nichts anderes ist, als ar. (surrijat), Sklavin, Goneubine. Das Wort ist wohl deshalb an die Stelle des aramäischen Ae<[uivalents gesetzt worden, damit die voriichtliche Stellung־, welche die Stammutter Ilamaus einnahm, dem arabisch verstehenden Leser deutlicher zum Bewusst״ sein komme. Es verdient Beachtung, dass Saadja das Wort פלג״ט, wo es im Pentateuch vorkommt ((len. 22, 2; 25, 0; 35, 22; 36, 12) nicht mit fv^u, somh*r11 mit אמה, (Magd) wiedergiebt. Hingegen giobt Abulwnlid, Art. פלג״ט, das Wort- (dm«' weiteres mit wieder. Saadja mi«*«i aus demselben Grunde d('11 Ausdruck, ans welchem ihn unser südarabischer Midraschcompilator in dem Stammbaume Human* anwendet. Das zweite arabische Wort, das sich in der südarabischen Esther-Agada findet, ist ebenfalls von dem Gompilator eingeschoben. In dem grossen, die ganze Geschieht«‘ Israels in judenfoindlicher Färbung darstellenden Sendschreiben, zu Esther 3, 14, welches sich irt Esther r. (e. 7), in Abba Gorinn (p. 29 f. cd. Buber) und in dem von C11. M. llorowitz neu edirten Midrasch zu Esther (Sa#1mnhmg kleiner Midraschim I, 68) findet, lautet die Stelle., mit der Exod. 5, 3 paraphrasirt wird: יבאו עליי בעלילה אמדו לי לזבוח לאלהינו אג־ני ”ירכץ. In unserer Compilation (p. 37 J lautet «1 it‘ Stelle: גבנכי אצלי אניטים בהירים זכדיקץ יבאי עליו בעלילה אשרו לי לזבוח לאלחינו. . .. Dieses Wort זנד־יקן, das Buber nie* 11t zu erklären weiss, ist Plural zu ar. dem bekannten Ausdrucke, der ursprünglich die Anhänger der Zendreligion, inanichäisehe oder dualistische Ketzer, dann aber Atheisten und Gottlose überhaupt bedeutet. Der beschimpfende Ausdruck, auf Moses und Aharon angewendet, soll die ruchlose Gel1iissigke.it kennzeichnen, mit der Hainau von den verehrten Gestalten der Vorzeit Israels spricht und stimmt sehr gut zu dem Tone des ganzen Schriftstiiekes. Ich bemerke nur noch, dass das im Talmud, Tuanith 22 a, vorkommende זנדוקנא mit ar. זנריק, Ketzer, gar nichts zu thuu hat. Wie Fleischer in Levv’s Wörterbuch, I, 563 (zu 545) richtig erklärt (danach Kohut, Arueh ILI, 305 b) stammt das Wort von pers. זגדאן, Gefängniss. Die Quellen, aus denen der Verfasser der vorlicgen<len Compilation seinen Stoff geschöpft hat, sind von Buber zum grössten Theile nachgewiesen worden (s. die Zusammen- Stellung in der Einleitung, S. VIII). Zur Ergänzung seiner

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