Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 41 (1896-1897)
- Issue
- Heft 8
- Article
- Eine südarabische Midraschcompilation zu Esther
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 350 (sequence 1)
- Language
- German
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350 Kiue m'iilaraliisehe Miilraseheympilatioii zu Esther. Eine sMarabische Midraschcompilation zn Esther. Von Prof. W. Bacher. Dom nie ermattenden Eifer Hubers verdanken wir die Herausgabe einer bisher unbekannt(.‘» M.idrasehcompilation zum!)liebe Esther1). Sit* ist aus zwei s üdiirab i seben ilandsebrit‘t(‘n edirt. von denmi die eine, Ruber gehörige, aus dom Jahr(‘ 1020, di(' andere, in Oxford befindliche, aus dem Jahre 10;m stammt. Wie alt das Werk selbst ist, lässt sieh aus seinem Inhalt(‘ nicht entnehmen: jedoch ist in ihm eine Stelle aus MaimunEs Misehne 'Thora aufgonommon, sowie auch Stellen aus Alfasis Halaehoth benützt sind (s. ßubers Einleitung, p. X). Das Werk kann also nicht vor dem dreizehnten Jahrhundert verfasst worden sein. Von allen bisher!)(,kannten Midrasch werken zu Esther ist dieses das vollständigste, indem das biblische Ruch in seinem ganzen Kmfang(־ darin behandelt ist und die aus den verschiedensten Quellen gezogenen Agadasätze von Vers zu Vers mitgetheilt werden. Dabei hat die Kompilation rein agadischen Kharakter; di.(‘ Litteratur der Bibeloxegese ist unberücksichtigt geblieben und auch eventuelle selbständig(‘ Bemerkungen tragen das (iepräge des Midrasch. Als Ileimat des Werkes ist jedenfalls Jemen zu hetrachten, woher auch di(' beiden Handschriften stammen, in denen es auf uns gekommen ist. Mit Recht weist Ruber darauf hin, dass sich di(‘ Juden Südarabiens besonders mit dem Studium der Werke Alfasi’s und Ma im uni’s heschüftigt haben, aus denen sieh in unserer K.stheragada einzelne Excerpte linden. Dass aber die Compilation einen arabischen Juden zum Verfasser hat, beweisen zwei arabische Ausdrücke in ihr, welche der Aufmerksamkeit des Herausgebers entgangen sind. Der Stammbaum Hainaus (zu 3, 1) ist hier ( p. 26 f.) so gegeben, wie er im Targum seheni und in Mas. Sofrim e. 13 zu lesen ist Der Stammbäum schliesst mit Ainalck, der — auf Grund von Gen. 36, 12 —י als Sohn des Kebsweibes Eliphas’ bezeichnet wird: בר לחעהיה דאליפד. Statt לחינתיה hat unsere Estberagada: o l) אגדד. אכר.״, Agadischo Abhandlungen zum Ruche Esther . . . zum ersten Male herausgegoben von Salomon Ruber. Krakau 1897. XII u. 84 S5>.. 8.