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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1897-01-01 · Heft 8 · p. Seite 348

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
41 (1896-1897)
Issue
Heft 8
Article
Zum Fragmententhargum
Date
1897-01-01
Page
Seite 348 (sequence 9)
Language
German
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348 Zum Kriigmentorthargum. der biblischen geographischen Bezeichnungen in die damals geläufigen von den Thargumisten ausgegangen sei,, viel wahrscheinlicher ist als diejenige, welche diese Umsetzung den llaggadisten zuschreibt Die Uebersetzer wollten eben Alles übersetzen. Selbst Onkelos hat sich davon nicht ganz freige!!alten; vgl. z. B. Gen. 10,14 קפוטקאי für פפתרים, ib. 17 אנתועאי für הפיני u. dgl. Was nun aber die übrigen von B. angeführten Beispiele betrifft, so ist zunächst hinsichtlich Gen 6, 14 zu bemerken, dass 0 P. als Variante zu diesem Verse nur das Wort!דקדריגי hat, vor demselben hat aber im ursprünglichen Jerusehalmi das im Jer. für ״Holz“ gebräuchliche Wort דקיפין gestanden, wie wir aus P. J. ersehen; derjenige, welcher nie Varianten notierte, glaubte es eben weglassen zu dürfen, weil das Wort אעא in jer. Thargumim nicht vorkommt1). Im cod. V. ist dann aus Onk. noch חיביחא דאעין hinzugefügt worden. An eine Entlehnung aus dem Midrasch ist hier uhi so weniger zu denken, als die Stelle dort sehr verdächtig ist, die LAA ganz unsicher sind, und das Ganze gar nicht in den Zusammenhang passt. Auch die Uebersetzung רית זיותגיא דבהון für יאה הזוזים בהם Gen. 14, 5 hat der Verfasser des Th. Jeruschalmi sicherlich nicht erst dem Ber. r. entlehnt, vielmehr haben wir hier eine sehr alte Uebersetzung, deren Urheber allem Anscheine nach noch die LA. בהם vor sich hatte, worauf auch die LXX hinzuweisen scheinen, die übersetzen: xoci s&vv) teyopa a;aa Sub Xo. 7 giebt B. selbst zu, dass die Worte ]הגרי u. s. w. wenigstens einer mündlichen Uebersetzung angehört haben können, und in der That scheinen dieselben schon Hieronymus bekannt gewesen zu sein vgl. Graetz L c. pag. 385. Zu Gen. 33, 14 (No. 8) haben die mir'bekannten Mss. keine Variante. Ihre Vorlagen werden daher gleich Onk. אטי; mit בניה r^sp. wie P. J. בניחא übersetzt haben und להעי wird wohl nichts weiter als ein durch den Midrasch veranlasster Schreibfehler sein; besonders, da dieses Wort im Thargum sonst nicht vorkommt und auch wohl kaum ein aram. ist. Ein Gleiches ist der Fall mit Gen. 43, 10 (No. 9) allerdings hat hier auch P. J. die LA. Aruch’s. Aber gerade der Hinblick auf diese Version zeigt uns, dass wir zu dem in Bede stehenden Versende uns nach der anderen Version des *) Siehe oben S. 340.

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