Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 41 (1896-1897)
- Issue
- Heft 8
- Article
- Zum Fragmententhargum
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 349 (sequence 10)
- Language
- German
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Zum Fragmententhar gu m. 349 TI1 arg. jer. gerade wie bei Onk. die *Worte ביטנין ושגדין zu denken haben, da wir sonst sicher auch im C. P. eine Variante hätten. Uebrigens kann man die iVagliche Ueber- Setzung kaum noch als eine wörtliche bezeichnen. Diese haben wir iin Onkelos und stand wohl auch in der nicht mehr vorhandenen Version des Th. jer., die LA. des Aruch hingegen resp. des P. J., ist die spätere vom Midrasch beein- Wusste, die also für das ursprüngliche Jcruschalmi nichts zu beweisen vermag1)׳ Zu Num 31, 50 (No. 10) haben wir die Uebersetzung in richtiger Wiedergabe im C. 1\, sie lautet: וקי״יבנן ית קורבגא דה׳ בד היינן עלץ בבהיהון רטלביא מדינאי בקיטוני מרטביהין והיינן חטי; הטן בנהיהון דטלביא טדינאי יאין והוינן טפרקין טנהין קוי־ייא (?) דדהבא טן רישיהון וקדשיא ט; אידניהון ,ועזקיא מן אצבעתהון ועיקליא ט; אדרעיהון וטעביא מן ביה תדיהון הס לן טשה רבן לא הסתכל הד טינן בחרא טינהן ויא יתיחד הר מינן בחרא טנהן ד־לא נהוי שותף עטה בגיהנט לעלטא דאהי היא תקס לן בייט רינא רבא לטבפרא על נפשן קרס הי: Es liegt auf der Hand, dass wir auch hier nicht eine Uebersetzung, sondern eine haggadische Umschreibung vor uns haben, die im Hinblick auf Onkelos (s. den Anfang) gemacht worden ist. Die vollständigere Fassung haben wir noch in P. J., wo wir auch für den Anfang und das Ende des Verses wenigstens die ursprüngliche, Version erkennen können indeu Worten: יקריבנא רורונא לשמא רה גבר דהרה סשכח מנין רד ח ב — למבפרא וגי', die sicherlich älter ist als Onkelos; vgl. שמא רה; mit *tupfo) der LXX. Wir dürfen also, und das sollten eben diese Zeilen beweisen, nach wie vor an der Ansicht festhalten, dass sowohl unser Fraginententhargum wie auch Pseudojonathan neben den vielen jüngeren Jlaggadas zahlreiche Uebersetzungen ent• hält, welche dem ursprünglichen Jcruschalmi angehürten und deren Ursprung bis in das hohe Altertum hinaufreicht2). Sulz (Ob. Eis.), 18. Juni 1896. b Aua G. tt. 98 gewinnt mau viel eher die Ueberzeugung, dass der Verf. da,s Tharg. zu Gen. 49, 3 zum Beweise für seine Ansicht heranziehen will; vgl. auch den Commentar ם״כ. 9 Füj• den treffendsten Beweis dieser Ansicht halte ich immer noch die Bemerkung Nöldeke’s (Die Alttestamentl. Literatur, pag. 2öß), dass ein Wunsch wie der im P. J. zu Deut 33, 11 sich findende nur von einem Zeitgenossen geäussert worden sein kann, da •Jochanan von den Späteren durchweg als רשע bezeichnet wird, siehe auch Dalmann, Gramm., pag. 23.