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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1897-01-01 · Heft 8 · p. Seite 345

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
41 (1896-1897)
Issue
Heft 8
Article
Zum Fragmententhargum
Date
1897-01-01
Page
Seite 345 (sequence 6)
Language
German
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Zum Krugtuententhurgiiin. 345 antwortet, dass dem Jeruschalmi zunächst alle im Aruch citicrten Stellen und dann die im Fragmententhargum und Pseudojonathan gleichlautenden Uehersetzungen angehören. Die ganze Beweisführung B.’s hinsichtlich des Alters und der Abhängigkeit des Jeruschalmi gründet sich auf diese Annahme, die jedoch, wie mich bodünkt, eine durchaus willkürliche ist. Der Verfasser des Machsor Vitry, der ja nicht viel später als der des Aruch lebte, hatte in seiner Version des Th arguni jeruschalmi zu Ex. 14, 16 das alphabetische Stück איזל מטה, und doch wird Niemand behaupten wollen, dass dasselbe im ursprünglichen .Jeruschalmi enthalten war1). Ganz ebenso enthielt sicherlich■ auch di(‘׳ dem Verfasser des Aruch bekannte Version des Th. •Jer. Uehersetzungen oder vielmehr haggadische Zusätze, die dem Jeruschalmi ursprünglich fremd waren und erst später beigefügt worden sind. Zum Beweise für diese Behauptung will ich nur zwei Beispiele anführen: Aruch, s. v. טפח, wird der haggadische Zusatz zu Gen. 44, 19 citiert, aber schon ein oberflächlicher Blick genügt zu zeigen, dass dieser Zusatz ursprünglich nicht in! Jeruschalmi gestanden hat und dessen Ucbersetzung lautete: (C P.) רבוגי שאיל יה עבדיוי למימר האיח לבין אב או אח. Zu Deut. 32, 4 findet sich in unseren Ausgaben und fand sieh auch in der dem Verfasser des Aruch bekannten Version (s. v. לע) die Haggada, welche die tägliche Beschäftigung Gottes bespricht, aber auch diese Haggada war dem Jeruschalmi ursprünglich fremd, denn sie stellt mit der eigentliehen Ucbersetzung jenes Verses, die mit dem Worte תקיפא beginnt, in gar keinem Zusammenhang. Auch das Vorkommen einer und derselben Ucbersetzung im Pseudojonathan und im Fragmententhargum bildet keinen Beweis dafür, dass dieselbe dem ursprünglichen Jeruschalmi angehört, da jene Compilation anerkanntermassen sehr jung ist, was schon das gänzliche Fehlen von Handschriften beweist2 * * * * * 8). l) Ich möchte hier bemerken, dass Cod. Par. im Abschnitt ואתחנן auch mehrere alphabet. Introductionen zum Decalog, die ebenfalls aus dem M. V. bekannt sind, enthält. Dort findet sich am Rande die Bemerkung: זה תרגום ארוך יעשר' הדברות מצאתי כתוב במקום אחר. וגסחתיו בכאן. Diese Be־ merkung dürfte sich wohl in den alten Hss. auch bei איזל משה gefunden haben, welche dann von späteren Abschreibern einfach weggelassea wurde. 8) Die einzige mir bekannte und im Brit. Mus. befindliche, ist, wie mir Herr MargoLiouth in London freundlich mitgetheilt hat, eine Ab»

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