Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 41 (1896-1897)
- Issue
- Heft 8
- Article
- Zum Fragmententhargum
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 343 (sequence 4)
- Language
- German
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Zum E'ragmeiitenthargiim. 343 irre, schon Geiger behauptet. Im Fraginententhargum ist -die Doppelübersetzung m. A. n. auf zwei verschiedene Verdienen des Jeruschalmi zunickzuiiihren. Ps Jon. kannte nur die zweite; der *Schreiber des Fr. Tluirg. glaubte jedoch umsomehr die zweite hinzufügen zu dürfen, als ja in der erster! das Wort אדעה gar nicht übersetzt, sonder!^ nur umschrieben ist, allerdings durch das gewöhnliche גלי קדמי. Zu Ps. Jon. zu Gen. 3, 8 bemerke ich, dass bekanntlich schon die ed. Bragadin die Worte ממייל — דיומא dem Fragm. Tharg. zuweist. Die Uebersetzung zu diesem Verse haben wir. übrigens vollständig im C. P., wo ebenfalls nur die Worte יי־ד לחוקפיה דיימא££ sieh finden. Ebenso wird es wahrscheinlich auch mit Ex 82, 4 siel! verhalten, obschon ich einen sicheren Beweis dafür nicht beibringen kann Dass aber Ps. Jon. an vielen Stellen von ()nkelos abhängig ist, das habe ich schon h!1 39. Jahrgg. dieser Zeitschrift gezeigt; inan vgl. besonders das. pag. ITOfgg. Mit derselben Sicherheit können wir nun aber auch behaupten, dass Jeruschalmi die Version des O nkelos weder gekannt noch henutzt hat. Es kann nun aber nicht genug betont werden, dass diese, mit ״Jeruschalmi״ bezeichnet(' Uebersetzung wie vielleicht kein zweites Schriftwerk durch Aenderungen und Zusätze verunstaltet worden ist, und es dürfte wohl noch nie bestritten worden sein, dass die Schlussredaktiou der uns vorliegenden Versionen dieses Thargum’s tief in das naehtalmudisclie Zeitalter fällt. Es war demnach kaum noch erforderlich, dass B. ז) diese Thatsache noch durch den Hinweis auf die haggadischen Bestandteile derselben zu beweisen suchte;, sollte er jedoch diese Beweisführung auch auf das ursprüngl. Jeruschalmi'bezogen wissen wollen, so ist dem entgegenzuhalten, dass die genannten haggad. Elemente doch unmöglich etwas für jenes beweisen können, da ja schon eine־ oberfüichliche Prüfung zeigt, dass, wie B. selbst sagt, ״die Haggada hier völlig unabhängig vom Text und losgelöst von der eigentlichen Version erscheint״ und daher auch nur später zu dem eigentlichen Jeruschalmi kinzugekommen sein kann. Das Gutachten des Gaon Hai hätte nur dann für uns einen AVerth, wenn wir wüssten, was mit חדגוס ארץ ישראל gemeint ist., so aber kann auch Ii Hai sehr wohl ein altes י) a. a. 0. pag. 241 fgg.