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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1897-01-01 · Heft 7 · p. Seite 332

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
41 (1896-1897)
Issue
Heft 7
Article
[Rezension]
Date
1897-01-01
Page
Seite 332 (sequence 3)
Language
German
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3:12 Besprechungen. jothsammlung bethoiligt. — Das ist nichts anderes als eine Zerzerrung der fein beobachteten Dünner’schen Behauptungen (s. dort), dass das Edujothwerk nach seinem Abschlüsse in (Len Schulen Grundbuch der Ueberlieferung Mich und daran eben Veränderungen und Zusätze vorgenommen sind bis auf h\ Jehuda ha-Xassi. Kl. geräth fortwährend mit sieh selbst in Widerspruch. In der Edujothsammlung fanden nach ihm nur die strittigen Halaehoth Aufnahme und dann wieder aus alter Zeit herdatirende Traditionen; Kl. merkt nicht, dass man unbedingt zu der Annahme gelangen muss, dass sinn mtl ich e damals vorhandene Ilalaehoth aufgenommen wurden und dass mau aus dem jetzigen Zustande dos Tractates zum Theile wohl auf seinen Urzustand solüiesseu kann, sieh aber nicht verleiten lassen darf, bindend zu sagen, was nicht in der Ursammlung gestanden habe. R. Jehuda ha-Xassi hat diese merkwürdige Misclmahsammlung nicht anders redigirt, als seine übrigen Mischnahordnungen, und ganz ähnliche Gesichtspunkte sind auch zu merken. Den Stempel der ursprünglichen Kdujothsammlung konnte er natürlich nur theilweisc erhalten K. J. ha-Xassi hat nach Kl. die ursprüngliche Sammlung in alter Gestalt bestehen lassen, nachdem er den grössten Theil derseilten in die Mischnalmrdnungen vertheilt hat. Was versteht Eier!• Kl. darunter? Doch wohl nichts Andres, als was D. darunter versteht! Daun al»er sind seine übrigen Behauptungen nicht haltbar. Kl. merkt nicht, dass in den vorhandenen Edujoth-Stücken wohl selbstverständlich einige wichtige Bestandttheile der Ursammlung zu erkennen sind, dass es aber keinen Augenblick in Verwunderung versetzen darf, dort etwa jetzt die iS Bestimmungen, die Differenz über Semichah etc. nicht zu linden. Ursprünglich haben eben sammtliche zur Zeit der Synode — welche man sich freilich nicht so unhistorisch vorsfellen darf, wie Kl. — vorhandenen Halaehoth Aufnahme gefunden; wir besitzen nur eine ungemein kleine Auswahl (בחי״תא), die nur mit Mühe ein Bild des Anfangszustandes rcconstruiren lassen. Xur wenige der ernsten Bedenken gegen die neuen Punkte in der Theorie K.’s habe ich priieis genannt; jeder aufmerksame und eingeweihte Leser wird von seihst hei Vergleichung der Theorie K/s mit D. meine Behauptungen über das gegenseitige Verhältnis« beider vollinhaltlich bestätigt, und die zu Tage liegenden Mängel selbst (indem In dem unklaren Chaos der Theorie Kl.’s liegen die Trümmer der Theorie I).’s wie erratische Blöcke umher. Der Rettungsanker in dieser Irre ist eben die allenthalben sofort in*s Auge springende Elypothesenreihe D.'s, die sicli wie ein, allerdings durch Kl. stark verwickelter und verknoteter, rother Faden durch die Arbeit zieht. Mit den Xoten beschäftigeich mich weiter nicht; unsere Aufgabe war es die Theorie mitzutheilen, was in erschöpfender Weise geschah. Im Verlaufe unserer Betrachtung hat es sich uns bis zur Evidenz erwiesen, dass die Dünner’s che Theorie die einzige ist, welche eiue richtige Vorstellung der Dinge gewährt; man darf deren Grundstock nicht durch Behandlung von Xebenfragen durchqueren und zerbröckeln, die D. sämmtlich wohlweislich andeutet und bei Seite lässt. Sie sind Vor- und Xebenstudien. Die Erklärung des Ursprunges und der Entstehungsweise unsres Tractates hat durch Kl. keinerlei wesentliehe Bereicherung erfahren: es bleibt nach wie vor hei der Theorie D.’s; schon das erste Cap. bei KL, betitelt ״Die recipierte Meinung über die Entstehung des Misehuahtractates Edujot״, ist eine Selbsttäuschung. Die recipirte Meinung ist gar nicht mehr die von Kl. bestrittene, sondern eben die von ihm gemäss D. entwickelte. Wir haben ja gesehen, dass sammtliche Autoren (und auch KL selbst) D. unbedingt folgten. Was will

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