Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 41 (1896-1897)
- Issue
- Heft 7
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 333 (sequence 4)
- Language
- German
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Besprechungen. 333 also Kl.‘.׳־ Die in seiner ganzen Darstellung gewonnenen wirklichen Besultate sind fast ausnahmslos alt und bekannt. Nikols bürg. 1 )r. F e u c h t w a n g. ט ני ח בבר בדי תדרוה וזבריינוב * ־ * יעב״ץ * ־ * מאיי־. דרי ברזגא!Autobiographie B. Jakob Emdens. Mit einem Bilde B. Zebi Asohkenasi’sj. VIU + 230 Sä. 8°. Warschau 1807. Mehr als 130 Jahre sind ins Land gegangen, seitdem B. Jakob Km (len von seiner Selbstbiographio die Feder abgesetzt hat. Wiederholt wind zwar die wenigen Blätter, welche die Meastim im Jahre 1810 zuerst daraus veröffentlicht׳haben, nachgedruckt worden, aber der Vorsuch, den allgemach in Verruf gekommenen, weil angeblich verworrenen und unentwirrbaren eod. Oxford 1723* vollständig herauszugoben. wurde nicht unternommen, bis Jona Gurland s. A. im Laufe seiner Studien über die Uhmielnacky'sche Verfolgung mit David Ko hu in Odessa sich verband, die Aufzeichnungen Emdeirs durch den ])ruck zugänglich zu machen. Dank dem regsamen, mächtig emjiorstrebendeu u!1<l bisher bereits reich verdienten Verlage der Gesellschaft Achiasaph in Warschau ist es dem unermüdlichen David Kohn, dem Kenner und Bearbeiter der sabbatiaiusehen Bewegung und ihrer Vertreter, bald gelungen, seiner }Ehrenpflicht gegen den früh verstorbenen Freund Gurland zu genügen und als Denkmal ihrer gemeinsamen Bestrebungen die schöne Ausgabe der Autobiographie Emdens vorzulegen, an deren Erscheinen man nachgerade zu verzweifeln hatte anfangen müssen. Wer die am Schlüsse des Buches gelieferte Probe von der Be־ schaifenheit des ersten Blattes der Handschrift mit dem von Kohn hergustellteu Texte vergleicht, wird sattsam erkennen, dass es hier nicht mit dem Abdruck der ersten besten Abschrift gethau war, Wäre es um unsere Litt-eratur besser und etwa so wie um die von Akademieen und gelehrten Gesellschaften gehegten historischen Denkmäler anderer Völker bestellt, so würde man von einem so denkwürdigen Schriftwerke vor Allem einen mit philologischer Aengstliclikeit hergestellteu treuen Abdruck fordern dürfen, an dem die Wissenschaft erst ihre Arbeit zu beginnen hätte. Unter deu gegenwärtigen Verhältnissen unseres gelehrten Schriftthums müssen wir es aber dem Herausgeber Dank wissen, dass er mit kühner Entschlossenheit vor Allem an die Herstellung eines lesbaren Textes herautrat, in dem er mit schonend und verständnissvoll eingreifender Hand die Unebenheiten der Vorlage beseitigt, die Lücken ergänzt und dem Leser die unentbehrlichste Hülfe ah unwegsamen. Stellen bietet. Wenn eine Ausgabe höherer Vollendung, wie sie von diesem Werke ohne Zweifel gefordert und erwartet werden darf, geliefert werden soll, so musste vor Allem dieser erste Wurf gewagt werden, für den unsere Wissenschaft dem Herausgeber aufrichtigen Dank schuldig ist. Die Erwartungen, die man au deu so lange verborgenen Schatz geknüpft hat. sind vollauf in Erfüllung gegangen. Die Geschichte und mehr noch die Culturgeschichte der Juden im vorigen Jahrhundert hat eine neue und reich ergiebige Quelle in diesen Aufzeichnungen gefunden. Wenn selbst eine so sorgfältige und tiefgrabende Arbeit wie die Biographiö R. Jakob Emdens von H. A. Wagenaar (תולדות יעב״ץ Amstcrdam 1868) bei allem scheinbar so reich strömenden Materiale doch nur vorwiegend Literaturgeschichte bleiben musste, so wird jetzt auf Grund