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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1897-01-01 · Heft 7 · p. Seite 331

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
41 (1896-1897)
Issue
Heft 7
Article
[Rezension]
Date
1897-01-01
Page
Seite 331 (sequence 2)
Language
German
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Besprechungen. 331 Zum Schluss (S. 9;D fasst Herr Kl. noch einmal die Hauptsätze zusummen, von denen er auHgegangen ist. ״Edujoth enthalt die älteste Aufzeichnung׳ von Halaehoth, aber es sind hier nur die Halaeliot aufgenommen, die damals zweifelhaft waren und über welche Meinung«־ diiferouzen geherrscht hatten Darum sind in diesem Tractute nicht zu finden alle Halaehoth, welche auf früheren Synoden (ובו במט fest bestimmt wurden, wie die Halacha über die Semichah, die 18 Bestimmungen, die anderen 18 Halaehoth, die Sabbatvorschriften betreffen, die nach Schammai festgesetzte Halacha in der Frage wegen .הבוצר דגר־ u. v. a. Die in Edujoth gesammelten Halaehoth zerfallen in zwei Kategorien in die Satzungen, die zwischen den beiden Schulen streitig waren und nach Bet-Hillel entschieden wurden, und in jene, über weicht? die ״Einzeinen“ Traditionen hatten und infolge dessen dem Hause Opposition machten, bis sie zuletzt nach Gamliel und der Mehrheit (גמל^אר ובית דעו) festgesetzt wurden. Diese Letzteren wurden nach Aussage zweier Zeugen entschieden und machen die eigentlichen Edujoth aus. Die ganze Sammlung erstreckte sich durch dreh Geschlechter, wobei die Hauptpnase in die lauge Zeit von Gamliels Präsidium fällt, und das -Werk war der Hauptsache nach ahgoschlossen (mit Ausnahme von Cap. Hl) bevor Eleasar heil Asaria sein kurzes Interregnum antrat. Aus besagten Gründen ist der bekannte Satz עדיות בו ביוב גש:ות naeh Seherin! dahin zu erklären, dass diese Halachasammlung am Tage de!־ Erhebung Eleasars, vielleicht in Folge eines alten Brauches vorgelesen oder durchgenommen wurde, nicht um diese Halaehoth uinzustürzen, sondern vielmehr, um den neuen Präsidenten auf dieselben zu verpflichten.4* ,.Und auch andere kleinere, von früheren Synoden sich iierdatirende Halachasammlungen (בו ביוב :*בגו כל בו ביוב) wurden an diesem Tage zum Vortrage gebracht. Als dritter Act der Inauguration wurden wohl einige Halaehoth telujoth zu Ehren des neuen Präsidenten vorgenonimen, durchberathen und durch Abstimmung zur Satzung erhoben, wobei weder d**r abgesetzte Präsident noch der neu eingesetzte mit. ihren Ansichten durchdrangen.14 Ich habe nun die Theorie Klügers genau entwickelt und mit nmgliebster Genauigkeit und Präcision dargestellt. Hier muss ich den Leser bitten, die Theorie Dünners noch einmal vorsichtig zu studiren und sie Punkt für Punkt — Haupt• von Nebensachen trennend — mit der Kl’s. zu vergleichen. Mit wachsende m Interesse und nicht ohne Erstaunen nimmt man wahr, dass der scharfgezeichnete Grün di iss ganz genau in beiden übereinstimmt, ja dass fast jede Abweichung, die Kl von dem Plane D.’s macht, auf Abwege führt. Was ist Kl.’s Absicht? Den Satz in Berachoth 28a zu erklären? Wer hat nach D. au dessen Bedeutung irgendwie gezweifelt? Und dass die Erklärung dieses Satzes Hauptzweck ist, spricht Kl. selbst (S. 13) aus; und er bezeichnet denselben fds endgiltig erreicht (8. 94). Dann muss man aber fragen, wozu eine bereits erschöpfend erwiesene Thatsache noch einmal zum Gegenstände der Untersuchung gemacht wurde? Kl.’s Absicht ist aber offenbar, eine neue Theorie über Wesen und Ur- Sprung des Tractates Edujoth zu entwickeln. Es ist oft wiederholt worden, dass Kl.’s Theorie vollkommen von der D.’s beherrscht ist; er durchbricht dieselbe jedoch durch wenig historische Abvreichungen. Ausgehend von schief aufgefassten Bemerkungen Scheriras, erhält er eine unmögliche Vorstellung der Vorgänge. Die bewusste Synode hat nach ihm 70 Jahre getagt; sie ist von Jerusalem nach Jabneh, von da nach Uscha verlegt worden; — drei Geschlechter sind direkt an der Edu-

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