Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 41 (1896-1897)
- Issue
- Heft 7
- Article
- Zur Textkritik des Kusari
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 316 (sequence 5)
- Language
- German
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316 Zur Textkritik des Kusari. von Cassel iiberseUt: ״Aber eine mechanische gleicht nicht; einer Natui’thätigkeit“ In gleicher Weise wird von den früheren Erklären! die Stelle aufgefasst, aber dieser Sinn ist bloss aus dein Zusammenhang errathen und entspricht nicht ganz dem Gedanken, den J. H. hier aussprechen will, giebt, denselben nur indirect wieder. מיטבע bedeutet liier nicht: was von Natur geschieht, sondern: der von Natur Begabte, wie V. 16, und cs muss daher vor allem heissen ,ואין העו״טה כמי המיצבע: derjenige, der bloss äusserlich nachahmt, - das sind hier die früher genannten ריחניים — gleicht nicht dem von Natur Veranlagten, worunter hier dm* Prophet gemeint ist1). Es ist möglich, dass נעימה bei Tibbon bloss Corruptel ist von עו״טרז, rührt jedoch נע״טה von ihm her, und sollte er in Wirklichkeit מסתעמל als passive Form aufgefasst haben, so kann ihn nur der Zusammenhang mit dem folgenden כי המע״טים רומים לטכעיים cr.r רזהיריים dazu verleitet haben. Dass Übrigens עו״טה hier nicht das richtige Wort ist und nicht ganz das enthält, was J. H. sagen will, ist klar, aber auch für •מסתעמל lässt sieb der Nebenbegriff des blossen Nachahmens, dos äusserliehen Thuns, nicht naelnveisen. Vielleicht bedeutet es: berufsmässig ausüben, was in gewissen Bedeutungen, die bei Dozy angeführt werden, wie exercer un art, eine Stütze hätte 2). l) Vgl. auch II[. 1. wo zwischen הכפה הקנויה und חכמה המבעית unter-• schieden wird I>ie erster© bedeutet nicht, wie Cassel zu St. meint, ״das vermöge (prophetischer) Offenbarung den Menschen mitgetheilte höhere Wissen“, hingegen חכמה המבעית die ״durch natürliche Anlagen zur Kischeinung gebrachte Weisheit“, sondern umgekehrt, was schon daraus hervorgeht, dass J. H. von ה' המבעית sagt, sie sei ganz geschwunden (העדר', während er von ח׳ הקנויה meint, sie sei nur in geringem Gerade vorhanden. Gleicher Auffassung mit C. sind Moscato und Samosz, während Brecher הקנויה durch ע״י למוד erklärt, טבעית durch מורשה מאבות, was auch nicht ganz richtig, denn gemeint ist bloss die prophctische Weisheit, welche gänzlich geschwunden ist. Erwähnt sei noch, dass an der angeführten Stelle T. von 0. abweicht, welches מע קלה אלעלוט אלמכתכב ועדס הלך ארמטבוע hat. G. emendirt אלמכתסבה, weil das Wort sich auf עלום bezieht. Tibbon hat jedoch offenbar 5אדער nach דדך gelesen, und aus diesem Grunde ist es in jedem Falle besser, ohne zu entscheiden, weiche LA, die richtige sei, איעלום iu אדע;ם zu emendiren, Vgl. auch III. 41, wo J. H. von einer Weisheit spricht, die er zugleich als טבעית und קנויה bezeichnet. ף Nachträglich seien noch erwähnt folgende Stellen: Cap. 5. כאלו אין טבע בהמי nach 0. (.בי (פיד zu ergänzen. —- Cap. 11. S. 159 Z. 12 (ed. Hirachf.) אל מה שמביא השחוק, nach 0. und den älteren Ausgaben אל vor השחוק zu ergänzen.—S. 160 Z.5.ציד.! ציד; daselbst Z. 6. בהגה .1 בחאגה wie T. בטענת. — S. 170 Z.19לכון richtiger nachT.ליבון; daselbst Z. 28 ידעו פי ארצבת, es scheint eher,dass