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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1897-01-01 · Heft 7 · p. Seite 303

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
41 (1896-1897)
Issue
Heft 7
Article
Schemaja, der Schüler und Secretär Raschi's
Date
1897-01-01
Page
Seite 303 (sequence 8)
Language
German
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IRI
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Scheinaja, der Schüler und Secretär Raschi's. 303 Ausser den Schriften der Maehiriden im מעשה המבילי, benützte S. ha-Pardes auch Schriften der Schüler Kasein s, und Namentlich die Schriften Schemaja's. Aus ihr stammen diejeiligen Stellen im Pardes, welche mit ל' נוהג — אמי־ לי ר und dergleichen eingeleitet sind, und an denen 'ר sich aut Kaschi bezieht. Sie sind nicht dem מעשה המבילי entnommen, denn der Schreiber muss ein Schüler Raschi’s gewesen sein, und Menachem war ein solch(‘!• nicht1). Wohl waren die Machiriden mit Kaschi aus seiner Studienzeit bei ihrem Lehrer und Vetter, Isaac b. Jehuda, bekannt geworden, und sie können manches von Kaschi gehört haben; aber nichts berechtigt uns zu der Annahnu‘, dass Menaehem oder einer seiner Brüder2) Kaschi zum Lehrer hatte. Daher müssen diejenigen Steilen im Pardes, welche Kaschi als Lehrer nennen, aus einer anderen Quelle, und zwar aus Schriften der Schüler Rasehi’s, Hiessen. ln der That lassen sieh im Pardes solche׳ Entlehnungen, und besonders aus dem Sammelwerk(‘ Sehe־ maja’s naehweisen. Die Entscheidung ... אשה שלוחה, Pardes X. 140, bringt das Buch Assufot.ini Namen der Re- 1j Michael, או- רחיים, S. 52G .schreibt: יבינו מנחם ב״ר מכיר . . . ואין ספק שהוא ד.״ר מנחם תלמיד ד"שי אחד ממםד־,' ס״ לקוטי הפי־דם . . .. Dem ist aber nicht. 80: Menaehem war kein Mitredactor der קובי פ-דס-, und ebensowenig ♦Schüler Raschi’s. E8 iegt dafür in der älteren Literatur nicht die leiseste Andeutung vor. *) Unsere Literarhistoriker Conforto. Michael (S. 5G9), Zunz (Litg. IGO) n. s. w. nennen Natan b. Maehir einen Schüler Kaschi's auf Urund folgender Aussage des Schibbole ha־Lekct ed. Von. X. 29 (von dort in Agur, X. 245): ובדברי רביגו שמוא; ב״ר מאיר ובדב-י ר' נתן המכירי בשם רבו רביגו שיבזה ז״י מצאתי שמותר ייכנס בשבר. בספינה . . .. Aber eine alleinstehende Aussage eines verhältnissmässig späten Autors muss bei der schlechten He- «chaftenheit unserer Texte immer 'mit grosser Vorsicht aufgenummen werden. In Schibb., ed. Buber, N..111 lautet die Stelle: וגם בדברי ר׳ נתן הסבירי זצ״י בשם רבינו שימה . . ., ohne רבו. Xatau kann daher dies von Kaschi (wenn unter יבינו שרמה Kaschi zu verstehen ist) schriftlich oder mjim :11 vernommen haben, ohne dass er dessen Schüler gewesen zu 8em brauchte. Zunz beruft sich ferner auf Pardes X. 224 (וראיתי מעשה שבא לפגי הרב . . .), aber der Schreiber ist dort nicht Natan, sondern Schemaja, wie wir bald sehen werden. Pardes N. 239 folgen auf das Responsum Natan’s an Menaehem die Worte: מצאתי כתוב זבגתא . . . ואמר יי יבינו ג׳״ע שהוא אינו אוניה וגם רבו שי רבו (רבי?) כן, אבי בניו אוכיין . . .. Zunz (ibid, IGO Anm. 7) betrachtet dies .als Fortsetzung des Kosponsums, uud versteht unter רבנו Kaschi. Beides ist unsicher, denn von . . . מצאתי כתוב angefangen gehört nicht mehr zum Responsum, und es ist sehr fraglich, ob unter רביגו Kaschi gemeint sei. Es spricht also nichts dafür, dass Natan ein Schüler Raschi’s war. Vielmehr spricht die Antwort Kaschi« an Natan in תופש מטמונים X. 1 dagegen. Kaschi schreibt an Natan: הנודע במקומנו, אמת נודע לטוב ומימיו אגו שוחים ופריו לחכנו מתוק. So schreibt kein Lehrer au seinen Schüler, auch wenn dieser eia grosser Gelehrter ist.

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