Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 41 (1896-1897)
- Issue
- Heft 7
- Article
- Schemaja, der Schüler und Secretär Raschi's
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 300 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2829132-2829696-2829704-2880585--27788-2880613- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Rashi 1× ep/1002670
OCR text
300 Sehemaja, der Schüler und Secretär llaHchpH. Machir aus Mainz1) hatte vier gelehrte Sohne. Ausser den bekannten Nahm und Meuachem, waren auch Nechemja und Jakar, welche im Pardes auftretcn, Söhne Machir's. Die vier Machiriden waren Schüler der ersten Autoritäten des 11. Jahrhunderts, und unterhielten mit diesen, wie auch unter einander einen regen schriftlichen Verkehr. Natan war wahrseheinlich ein Schüler seines berühmten Vetters Isaac b. Jehuda, empfing Responsen von Isaac b. Moses2 *), von Raschi ג) und, durch die Vermittlung Amram’s aus Jerusalem, von Samuel ha-Kohen4). Nechemja war ein Schüler des Eleasar Entscheidungen und Responsen, zumeist aus der Zeit Raschi’s. Sie ist auf Pergament in deutscher Schrift geschrieben, und in Paragraphen getheilt. Das Meiste bringt S. ha-Pardes, Vieles aber findet sich dort nicht, und wird von älteren Autoren im Namen von תשובות הגאונים ,תשובות 11. s. w. angeführt. Sohr Vieles fand ich in der Handschrift, was im Namen des מעשה הגאונים gebracht wird. Das Werk lag schon Eleasar, dem Verf. des S. ha-Rokeach, vor. Er schreibt N. 305: מעשה שנשאו שני נזזגים בשבת בפדשח ני תצא . , . ואח״ב יכנה השני דעי' כמו שכתב במעשה גאונים בפימן ב״א (so ed. Fano 1505, spätere Ausgaben haben בסימן צ״א). Die Erzählung, wie sie Eleasar kurz wiedergiebt, findet sich in der erwähnten Handschrift § 01, und es unterliegt keinem Zweifel, dass auch in Hokeach ס״א statt כ״א zu lesen ist. Das Werk lag: somit Eieaser in derselben Eintheilung vor, wie es die Handschrift bringt. Auch Handschriften anderer Werke bringe» die Erzählung (s. Zunz, Litg. 610), aber dort ist sie sehr corrumpirt. s. Anhang, wo ich die Erzählung aus der Handschrift wiedergebe. Die Handschrift ist älter als das 13. Jahrhundert. Ein Besitzer Namens Abraham hat am Rande Anmerkungen angebracht, in welchen er (folio 43 a) Samuel b. Baruch (aus Mainz) als seinen Lehrer anführt. Da Samuel im 13. Jahrhundert lebte (er war Lehrer des Mei'r Rothenburg), so muss die Handschrift älter sein. Ich ver־ muthe, dass sie schon Eleasar b. Jehuda dem Verf. des S. ha־liokeach. Vorgelegen hat. Abraham ist vielleicht der Bruder Me'ir’s aus Rothenbiirg. j) Wahrscheinlich der Bruder Gerschom’s, 8. über ihn meine Abhandlung in der Festschrift zu M. Steinschneiders 80. Geburtstage, S, 136. 2) S. die Anmerkung zu Jakar. a) Pardes in den 5קומי ם? am Schlüsse, und חופש מעמונים N. 1 ff. ־*) Pardes N. 23: , . . .שאלתי אני עמים ירכינו שמואל כהן משמו שי ר׳ נתן הראה יי התשובה שהשיב דבינו יהודה כהן . . .. So angeführt in Or Sarua II, N. 389 und Schibbole N. 190. Dieses Responsum ist in Cod. Oxford 794* (wo vieles gebracht ist, was im Pardes steht) mit der TJeberschrift angeführt: עיפס השאלה אשר השיב רב עמרם ירושלמי לאחי מפי [ה״ר] שמו»?5 [כחן] ומתשובת אביו דביגו [יהודה] הנהן מודה צדק. Der Schreiber dieser Aufschrift ist wohl Menachem, der seinem Werke ein Responsum einverleibt, welches an seinen Bruder gerichtet war. Ein Amram aus Jerusalem (80 nennt unseren Amram auch 3unz, Litg. 612) im 11. Jahrhundert ist mir sonst nicht bekannt. Einen späteren Amram aus Jerusalem erwähnt RABD in seiner polemischen Schrift gegen Serachja Gerondi, angeführt in Eathori’s כפתור ופרח c. 7 (ed. Berlin S. 23 a, der Passus fehlt in :(תמים רעים אמר אברהם . . . וזה שמעתי מפי החכם רבי עמרם איש ארץ ישראל . . ., Diesen meint