Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 41 (1896-1897)
- Issue
- Heft 7
- Article
- Zum Fragmententhargum
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 291 (sequence 3)
- Language
- German
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Zum Fraguieuteuthargum. 291 G. 22, 24 enthält nach C. P. nur ופלקתיה; nach C. Y. hingegen auch noch לאומה, also wiederum Willkür der Abschreiber. Auch Gon. 30, 11 bildet nur in unseren Agg. das Wort יקלח den Versschluss*, C. P. u. C. V. haben noch: שמיל גל. Aus diesen Beispielen gellt also, wie auch B. richtig bemerkt, mit Sicherheit hervor, dass die in unseren Agg. vorliegenden Bruchstücke oder Vcrstheile des Fragmententhargum nichts anderes sind als Varianten (der Schreiber des C. P. hat sie schon mit חילופין bezeichnet) aus dem Thargum jeruschalmi zum Onkelos. Nim aber wurden bekanntlich (vgl. Zunz LG. pag. 21) schon in ziemlich früher Zeit aus Thalmud und Midrasch haggadische Erklärungen auch in das Thargum hineingo• tragen. Anfangs werden dieselben wohl nur kurz abgefasst gewesen sein, später aber wurden sie immer breiter; und in dieser breiteren Fassung haben wir sie eben in unserem Fragmententhargum. Dieses letztere besteht demnach eigeutlieh aus zwei Theih‘11, die überall mit Leichtigkeit von einander zu trennen sind: 1. aus Varianten, die dem Tlmrgam Jeruschalmi im Hinblick auf Onkelos entnommen sind (O. P 2 ,'חילופין. aus Zusätzen, welche, mit dem Thargum Jeruschalmi ursprünglich nichts zu tliiin haben, sondern erst viel später abgefasst worden sind (im C. P. richtig mit תוספות bezeichnet1. Die Richtigkeit dieser Behauptung wird gerade durch die von B. selbst angeführten Beispiele schlagend bewiesen. Denn Gen. 44, 18 enthält in der That nichts anderes als eine Variante וקליב bis ־ ,בעבדך da במשמעייה bei Onkelos niemals vorkommt, und einen haggadischen Zusatz. Dass in dieser Variante auch das mit Onkelos übereinstimmende angeführt wird, hat nach den oben angeführten Beispielen in den Hand- Schriften zahlreiche Analogieen. Auch V. 19 beweist dagegen nichts, denn da das letzte Wort des luigg. Zusatzes ואמר lautet, wollte der Schreiber auch sagen, was er gesagt hat, und das lautete zufällig ebenso wie die Uebersetzung des Onkelos. Was nun aber die in alten Pentateuch-Ausgaben und Mss. ni Wien, Paris und Oxford etc. sich findenden ״variae Lectiones zum Targum Jeruschalmi״ betrifft, 80 gilt gerade von ihnen das bei Dalmann, Grammatik des Jüdisck-Araui. citirte Wort aus dem ספל העתים des Juda b. Barsillai (Mac. Halberstamm): ותרגום של ארץ ישראל שיש בו תוספות הגדות 19״