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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1897-01-01 · Heft 6 · p. Seite 286

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
41 (1896-1897)
Issue
Heft 6
Article
[Rezension]
Date
1897-01-01
Page
Seite 286 (sequence 2)
Language
German
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286 Besprechungen. kommen die Essliei* überhaupt nicht vor. Wenn K. bemerkt, dass die Schrift in ihrer gegenwärtigen (Testalt (dans 8a redaction actucllc) uichts über die Esaäer enthalte, so scheint er den überlieferten Text für unvollstitudig zu halten. Die Worte des Porphyrius geben aber dafür keinen Anhalt. Prophvrius hat die Schrift gegen Apion zusammen mit den boiaen au deren Werkeu des Josephus nur genannt-, weil er aus, ihr einige Sätze entlehnt hat, die er an die .Schilderung der Essiier anknüpft. Was er nämlich von Mosaischen Gesetzen IV 15 anführt, Htammt wörtlich aus Josephus1 Abriss der Mosaischen Gesetzgebung 0. Ap. II 21), wie Bornays S. 23 f. richtig bemerkt. Das Bruchstück des Theophrast ist (abgesehen von einer kleinen Notiz bei Aristoteles über ‘das todte Meer) das älteste Zeugnis eines griechischen Schriftstellers, in dem der Juden Erwähnung geschieht- Denn Ilorodot und Ohoerilus, die bei Keinach den Beigen eröffnen, hätten ruhig fortbleiben sollen oder konnten in einer Anmerkung abgetha.n werden. Herodot erwähut ausdrücklich die Juden nirgends und es ist sehr zweifelhaft, ob er sie gekannt hat. Die eine Herodot-Stelle (II 104) hat 11. deshalb aufgeuomtnen. weil Josephus c. Ap. I 22 sie anführt und auf die Juden bezogen wissen will, während Herodot selbst, wie R. richtig bemerkt, uuter den ev 7זד, na/.a1371vr, wahrscheinlich die Philister versteht. An der anderen Stelle (II 159) ist von einem Siege des Pharao Neko bei Ma7<50>.0; und der Einnahme einer Stadt KdSirric in Syrien die Rede. Einige habou nun jene Schlacht mit der Niederlage des Königs Josiah bei Megiddo und die Stadt Kä50־r׳.; mit Jerusalem (gleichsam Kadescha ״die heilige Stadt“) identificiren wollen. In Wahrheit ist May80).c~ vielmehr identisch mit Migdal (an dei־ Ostgrenze Aegyptens) und KaSur.; mit Gaza, so dass auch hier unter den״- Z-jpot die Philister verstanden werden müssen. Ebenso wie mit Herodot verhält es sich mit dem Dichter Choerilus von Samos, der in den Ver- 8eu, die Josephus c. Ap I 22 auf die Juden bezieht, sicher diese nicht gemeint hat, wie Eeiuach selbst gut auseinandersetzt. Erst zur Zeit Alexanders dos Grossen also und seiner nächsten Nachfolger, als griechische Cultur in das persische Asien und in Aegypten eindrang, wurde das Volk der Juden den Griechen bekannt. Aus dieser Zeit stammt auch die erste ausführlichere Schilderung der Juden und ihres Gesetzgebers Moses jius griechischer Feder. Ihr Verfasser ist Hekataeus von Abdejra, der zur Zeit des Ptolemaeus I in Aegypten lebte und ein grösseres Werk über Aegyptische Geschichte verfasste, worin er in längeren Excursen auch die Geschichte der Juden behandelte, soviel er davon aus Aegyptischen Quellen einerseits und durch porsünliehen Verkehr mit Juden andererseits kennen gelernt hatte. Leider sind in Reinuchs Sammlung die Fragmente des Hekataeus auseinander gerisHon, Das grosse Bruchstück, das bei Photius in einem Auszüge aus dem 40. Buche des Diodor von Sicilien erhalten ist, steht an seiner richtigen Stelle (S. 14—20). Die übrigen Fragmente, namentlich auch die von Josephus*c. Ap. I 22 angeführten, hat Reinach in einen Anhang am Schlüsse der griechischen Abtheilung (S. 227—236) unter dem Titel Pseudo-Hecatee verwiesen. It. folgt darin der gewöhnlichen zuletzt von Schürer Gesch. des jüd. Volkes IT 816 ff. vertretenen Meinung, dass die bei Josephus und den Kirchenvätern Vorkommen den Citate aus einem untergeschobenen Machwerk stammen, das dem Titel räpi 'Ioo§aCcov (oder rcepl * Aßpdpou) führte und fälschlich den Namen des Hekataeus trug. Nach Schürer soll dieser P.seudo-Hekataeus auch der Verfasser

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