Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 41 (1896-1897)
- Issue
- Heft 6
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 281 (sequence 4)
- Language
- German
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Besprechungen. 281 kannt hat mul seinen reichen Anregungen Schritt für Schritt gefolgt ist; er citirt ihn auch und sagt einem l S. 8: ״Eine Ausnahme (unter den Forschern, welche unrichtige Hypothesen aufstellen) macht Dünner (Graetz Monatsschrift 1872 [soll heiüeu 1871] S. 8:1 ff.), der die Grundlosigkeit dieser verbreiteten Ansicht in vielen Punkten nachweist.“ Damit hat es sein Bewenden mit Ausnahme einer zweiten Stelle, (S. 85 unten» wo D. ebenfalls citirt wird. Die ganze Theorie Klü״ gers erweist sich aber, bei aIle»* erdenklichen Mühe, originelle Gedanken, die das Ganze-Grosse . umfassen, und über Wesen und Pr״ sprang des Tractates Anschluss geben, zu iiussern. als eine wohl beabsichtigte, aber nicht gehn ge ne Ausarbeitung der D finnersehen T h eorie. Klägers Arbeit ist ohne de Ih'i n ners undenkbar; ja noch mehr, sie wird sich uns nicht als eine Erweiterung, denn vielmehr als eine thcilweise Zerstörung derselben er״ weisen. In einer umfangreichen Voruntersuchung stellt׳ Kl. zunächst fest, dass die Stelle in Berachoth 28a von den Forschern missverstanden und kritiklos gelesen worden sei. Verständlich werde sie erst durch Seheriras Sendschreiben und durch Jeruschalmi. welcher an der Parallelstelle die betr. Notiz nicht hat und insbesondere durch die Eduj. ein״ leitende Tosefta stelle; [auf welche, wie wir wissen, bereits Fried mann hin weist, und Dünner seine ganze Theorie grün־ det.] בו ביום ist nach Scher, richtig zu stellen, welcher sagt: ובו ביוה נשנו כר בו ביו2 ואף בו ביום :שג׳ עדיות. D. h. Am Tage, da Eleasar b. Asarja zum Vorsitzenden erhoben wurde, wurden: 1) Protokolle von älteren Synoden vorgetragen; 2) auch das Protokoll der Synode von Edujoth wurde vorgelesen; 81 es wurden einige Halachoth telujoth zum Austrag gebracht und zum Gesetz erhoben. Das Resultat der Voruntersuchung ist: ״ E duj ot h w 11 rde nic h t am Tage der Absetzung Gamliols gesammelt und verhau״ delt, sondern hat bereits als ein Fertiges aus älterer Zeit Vorgelegen. Allerdings wurden auch die Edujoth auf einer oder mehreren Synoden (בו ביום) gesammelt und verhandelt; aber die Voranlassung zur Sammlung war eine ganz andere, als die gewöhnlich an־ genommene, denn das Werk kam nicht an einem oder mehreren Tagen zustande, sondern es war die Frucht von Beinähuugen, die Jahrzehnte gedauert haben.“ Kl. hat die angezogene Stelle aus Scher, nicht richtig aufgeführt und auch die zweite, nämlich ישבו לאהוד בהלכותיהם. falsch bezogen. Schoriras’ Auffassung der Dinge ist nämlich folgende: Er sieht in dem ersten Abschnitte der Tannaimperiode, die nach ihm das erste und zum Theil das zweite Tannaimgeschlecht bilden, in Folge der politischen Wirren und der zunehmenden Differenzen der Schalen Schammais und Hiilels, die Auflösung der halachischen Einheit sich vollziehen; וכיון דחרב בית ואפליגו רב:; לכל צד ומשום הנך מהומות ושמד ושיגושי צרות לא שמשו כל.המקדש צרכן נפשו מחלוקות (Sendschreiben, ed. Goldberg, pag. 3). Er sieht also in dem zweiten Geschlechte den Wendepunkt; ובאותו הזמן ישבו לאחוז הלכותיהן שהיו באלו אובדות בשינוש החדבן והשמד ומחלוקות ב״ש וב״ה. Scherira kam zu dieser richtigen Ansicht durch.die Boraitha Sanhedr. 'משרבו תלמידי שמאי והדר זכו Scherira aber Lässt die drei Tanuaimperioden die Herstellung der zerrissenen Halachaeinheit vollbringen, was da» zweite Geschlecht auf der Synode bereits gethan hat und von den Nachfolgern nur fort- .gesetzt und ergänzt worden ist, wovon die nachsynodalen Theile des