Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 41 (1896-1897)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Zur Textkritik des Kusari
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 272 (sequence 9)
- Language
- German
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272 Zur Textkritik des Kusari. Ibi<l. gegen Ende: ונקרא אותו הבם לבב טבני •טהיא עצם ההבטה ואין ההבטה טרה לו weicht hier merklich von <>. ab, welches לאנה דאת עקל [אלערף .1] והו אלעקל וליב אדעקל צבה לה imt. Zum »Schaden der Deutlichkeit hat hier T. etwas frei übertragen und beide Male הבטה anstatt ׳טבל gesetzt, weil von ה בם לבב die Hede ist. Auch nach dem Wortlaut des Originals lässt die Stelle, die in gar keinem sichtbaren Zusammenhang mit der vorangehenden Erörterung steht, verschiedene Auffassungen zig vgl. Kaufmann S. 15*2 A. Dl, S. 164 A. 118, Brüll a. a. Ö. S. 148, doch spricht <) mehr dafür, dass J. H auch in seiner Aeusserung in Bezug auf den Ausdruck von הבס לבב sich in Uebereinstinmmng befindet mit der Lehre der Philosophen, und auch der Zusammenhang Hesse sich vielleicht nach dieser Auffassung erklären1). tivo.s Attribut, wenn es bloss ausdriiekt, dass Gott keine Ursache. keinen Anfang habe, es ist aber auch zugleich relatives Attribut, insofern es ausdrückt, dass (■Jott 1 rsache der Welt sei. womit Seharastani a. a. O. zu vergleichen ist: והו איאול אי מברוב עגה אדחדות מע אצאשה וגודה אדי איבד. was Haarbnicker S. 208 nicht richtig übersetzt: ,.Er ist Erstes, d. h. es ist für dasselbe das zeitliche Entstehen verneint trotz der Beziehung seiner Existenz zur Welt“, מע bedeutet vielmehr neben der Beziehung seiner Existenz zur Welt. d. h. es ist auch relatives Attribut. Die gleiche Bewandtniss hat es mit הי nach unserer Auffassung und mit קדוש. wie wir weiter sehen werden, so dass es nicht auffallend erscheint, wenn d. 11. im Anfänge, wo er ganz allgemein spricht, alle Attribute unter den Besaiumtnamen צשריות zusammenfas^t. Es bleibt nun noch eine Frage zu erledigen: wenn die ThätigkeLtsattribiite thutsächlich zu den relativen geboren, worin unterscheiden sie sich nach der Eiutheilung J. H.’s von den Relationen im engeren Sinne, wie מבורך .ב״וך? Diese Frage muss sich auch abgesehen von obiger Darstellung aufdrängeu, da doch jede!Tätigkeit eine Beziehung des Subjects zum Object ausdrückt, vgl. K. S. 142. Der Unterschied lässt sich vielleicht am besten folgend ermassen formuliern: die Attribute, die .1. H. unter dem Kamen מעשיות zusammenfasst, drücken eine Beziehung flottes zur Welt, die Relationen im engeren Sinne, wie ברוך ומבו״ך u. a , eine Beziehung der Weit zu Gott aus. Auch für diese Unterscheidung findet sich eine Andeutung bei Al-Gazzali, welcher a. a. 0. sagt: Das Wesen Gottes bleib«* Eines, nur die Kamen werden vervielfültigt באצאשה שי א^יה אד׳ אצאשהה אד* שי. Schliesslich sei noch bemerkt, dass es nach obiger Auseinandersetzung weniger auffällt, wenn J H. in unserem Capitol קדוש zu den Relationen rechnet, während es in Wirklichkeit zu den Negationen gehört und auch zu diesen von J. II. IV. 8 gezählt wird. Auch קדוש gehört demnach zu den Attributen, welche nach ihrer doppelten Bedeutung zu beiden Klassen zu zählen sind, wenn es auch nicht ganz mit חי und ראשון sich vergleichen lässt, und קדוש streng genommen und in seiner eigentlichen Bedeutung doch nur zu den Ne־ gationsattributen gehört. Zu diesen wird es auch Mewakif ed. Soerensen p. lfil gezählt. l) Pia wäre sehr befremdlich, wie Kaufmann mit .Recht anmerkt, wenn J. H. zu Gunsten der Bezeichnung חבש דבב eine Ausnahme