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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1897-01-01 · Heft 6 · p. Seite 251

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
41 (1896-1897)
Issue
Heft 6
Article
Eine bisher unbekannte dem Bachja Ibn Pakuda zugeeignete Schrift
Date
1897-01-01
Page
Seite 251 (sequence 11)
Language
German
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IRI
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I 1 Eitie bisher unbekannte dem Bachja Ihn Pakiula zugeeignete Schrift. ^51 würdigen im Stande, der sie nicht blos.s überliofoningsmässig autfasst, sondern durch vernünftig(‘ Forschung iiiren tieferen Sinn zu ergründen sich bemüht1). Indem die Thora uns die Erkenntniss Gottes zur Pflicht macht (Deut. 4, 3U), weist sie uns selbst auf die Nothwendigkeit der Forschung hin. Durch die Gotteserkenntniss, die uns Vernunft und Thora übermittein, wird uns aber der Weg auch zu den anderen Wissen״ schäften geebnet2). Das gesammte Universum, das obere und das untere, tlicilt sielt in zweierlei Substanzen, in einfache und zusammengesetzte Substanzen3). Die einfachen Substanzen sind als Emanationen aus Gott hervorgegangen. Unter einer Ernanation versteht man nämlich eine Wirkung Gottes, die sich durch sein Wesen ohne eine Vermittlung lind nicht in Zeit und Kaum vollzieht. ,Aus einer solchen Emanation des göttliehen Wesens entstehen die wirkenden Substanzen, während der Mensch, der nur vermittelst eines Werkzeuges und in Zeit und Kaum wirken kann, nur künstliche Äecidentien hervorbringt4). Je näher1 eine Substanz dem Schöpfer ist, desto einfacher ist sie; je mehr sie sieh von ihm entfernt, desto zusammengesetzter wird sie. Die von Gott geschallenen Substanzen, zehn an der Zahl, sind von Gottes Weisheit so geordnet, dass eine die andere voraussetzt und ohne sie nicht gedacht werden kann. Die erste, einfachste, weil Gott am nächsten stehende Substanz ist die שכינה, die in der Schrift auch der Name oder die Herrlichkeit Gottes und im Targum wie im Salomonischen Spruchbuch die חכמה genannt wird. Sie ist mit dem voor 7:017,71x6^ der Griechen identisch. Die zweite Substanz ist der כבוד אלחי ישראל und mit der Allseele der Griechen identisch, da sie durch ihre natürliehe Kraft die Sphären bewegt, wie die partikuläre Seele durch ihre natürliche Kraft den Körper bewegt. Der כבוד אל!הי ישראל oder die Allseele vertritt in gewisser Beziehung auch die Stelle des ersten כבוד oder der שבעה; sie schreibt gleichsam nieder, was ihr von der göttlichen Weisheit enthüllt worden ist. Als Allseele hat sie auf der einen Seite, wo sie sich mit der wirkenden Vernunft berührt, die Eigensehatt der wirkenden Vernunft, und auf der anderen Seite, ף s. 24. '־*) Das. /) S. 70. Der Ausdruck הגופים ist wohl vom Uebersetzer fehlgegriffen; sinngemäss kann es mir עצמים heissen. 4) S. 65.

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