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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1897-01-01 · Heft 6 · p. Seite 247

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
41 (1896-1897)
Issue
Heft 6
Article
Eine bisher unbekannte dem Bachja Ibn Pakuda zugeeignete Schrift
Date
1897-01-01
Page
Seite 247 (sequence 7)
Language
German
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I Eine bisher unbekannte dem ßachja Ibn Pakuda zugeeignete Schrift. 247 dass man sich im Gegensatz zu dieser, dm• aceulentielleu Finsternis», jene als eine wesenhafte Finsterniss oder als die Urinaterie zu (lenken habe. Im Zusammenhang damit wird die Lehre der Magier bekämpft, dass Licht und Finsterniss als zwei Gottheiten, als die beiden LTprincipien aller gesehopfliehen Ding(‘ zu betrachten seien. Lei dieser Gelegenheit kommt der Verfasser auch auf Saadia’s Schrift gegen Chiwwi zu sprechen. Auch Saadia, so führt er aus, habe in dieser Schrift den Bibel vors Gen. 1, 2 in gleichem Sinne erklärt. Dass Saadia aber die Schrift gegen Chiwwi in hebräischer Sprache verfasst habe, finde darin seine Krklärung, (lass Chiwwi der Ansicht der Magier gefolgt sei und es auf eine Unterwühlung der Thora abgesehen habe. Darum habe Saadia für seine Polemik, um sie nicht der grossen Menge zugänglich zu machen, nicht di(‘׳ arabische Sprache wählen dürfen1 2). liier erfahren wir zum ersten Mal etwas Bestimmtes über die Tendenz, die Chiwwi Albalchi in seiner schriftstellerischen!Tätigkeit verfolgte. Chiwwi war ein Anbänger der dualistischen Leina*, der!Magier und hat wohl auch die Thora in diesem Sinne auszulegen gesucht־). Vielleicht hat auch Saadia aus diesem Grunde sieh in seinem Amanat so eingehend mit der Widerlegung des Dualismus beschältigt, da nach dem Berichte Abraham Ihn Daud's die Schriftauslegung des Chiwwi Albalchi bis in die Kinderschulen eingedrungen war3). In sein• ausgiebiger Weise wird in unserer Schrift Saadia’s Kommentar zum Sepher Jezira benutzt. Ganze Partieen unserer Schrift sind diesem Kommentar entlehnt, besonders die Lehre von der Schöpfung durch* das ג) So nach dem von Derenbourg angeführten arabischen Texte, während nach Broyde’s Uebersetzung die Schrift gegen Chiwwi umgekehrt in arabischer Sprache verfasst gewesen wäre. Dafür aber hätte es keiner Rechtfertigung bedurft, da Saadia ja fast alle seine Wissenschaftliehen־ Schriften in arabischer Sprache verfasst hat. Ist der Text bei Derenbonrg richtig, so muss man die Stelle mit ihm so auffassen, dass Saadia die Schrift nicht arabisch verfasst habe, um sie den Magiern zu entziehen. Nach Broydd's Wiedergabe der Stelle hätte Saadia das Arabische gewählt, um nicht die ungelehrten Juden mit Chiwwis Kritik bekannt zu machen. 2) Der Vorwurf, den Abraham Ibn Daud im Sepher ha-Kabbala wider Chiwwi mit den Worten erhebt: [גדה בזיבו תורה [חדשה (vgl. Saadia Ibn Danan in Edelmann’s Chemda Geuusa. S. 28) wäre demnach so aufzufassen, Chiwwi habe die Thora m einer Weise umgedeutet, dass dadurch gleichsam eine ganz andere Thora entstanden sei. Vgl. Guttmann, Die Bibelkritik des Chiwwi Albalchi nach Saadia’s Emu not we-Deoth in Frankel- Graetz Mondtsschrift 1879, S. 260 fg. 3) Sepher ha-Kabbala.

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