Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 41 (1896-1897)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Zur Geschichte der Khetthubba
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 218 (sequence 6)
- Language
- German
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218 Zur Geschichte der Khethubbn. dann in der mein• hebräisch gefärbten jerusalemischen Fassung desTraubriefes in der folgenden dieVorlage treu wiederspiegelnden Gestalt erhalten: דין ילפרנם ללבסלח א יק ה "ילבה אנשים יהירים שמכבים למפרנסין אח נשיהם בקלשטא לגם זאה הפי־ניה קיברה עליה להנשא לזה פי׳ לכבדו ולשרתו בצניעלה לבטהרה ,לבנקילה כשם שמבבדית למשרתלח בניה ישראל הכשדלח והצנלעיח לבעליהן בכבוד. Aus den bei Merx p. HG und 40 mitgetheilten Eheverträgen ist die Gegenerklärung der Kraut schon verschwunden, ebenso wie sie in dem im Jemen üblichen Formulare bereits fehlt. In der Urkunde Von 1095 lautet die Erklärung des Bräutigams:!ואנא אפלה ואיזן לאיבלבר יחיכי בהלכה גברין יהלדאין דפדד־זין ודכי ומסלברין יח נשיהלן בקלשטא, in der von 1164: ואנא אפלה לאיזון ואייקר לאסל ב ר ואכלכל יתיבי כדרכה גיבז״ין, [יהו|דין דפלהין לזנין לטיקרין, ומסוברין לטברבלי; יח נשיהלן בקלשטא und im Jemenritual: ואנא במימרא ישנזיא אפלה ואייקר.לאסלבר לאזין ואפרניס יאכב ילהיכי כהלכה גלביין יהלדאין דפלהי; למייקרין ומסלבו־י; וזנין למפרנסין יטבבין יה נשיהלן בקשים. Die Ausdrücke ואייקר und "ראבלבי, welches uns die ursprüngliche Textirung des später durch ,ראכלכי־ wiedergegebenen Erklärung bietet, haben also schon den frühesten Fassungen unserer Urkunde angehört1). Gleichwohl wäre es übereilt, dieses bei der im Judenthum allezeit so hochgehaltenen Heiligkeit der Ehe scheinbar so urechte und natürliche Bestandstück des Traubriefes bereits in dessen Urgestalt vorauszusetzen. Das Nichtvorkommen dieser Formeln in den ältesten Quellen würde allerdings noch Niclits gegen deren Alter und Ursprünglichkeit beweisen, da bei dem nichteodificatorischen Charakter jener Kechtsbücher die Mittheilung von Urkundenformeln überhaupt ausgeschlossen ist. Wenn aber auch das Schweigen des taimudischen Schriftthunis für sich allein noch nicht den späteren Ursprung dieser merkwürdigen Formeln entscheidet, so wird es doch im Zusammenhalt mit einer sprechenden Thatsache für die .Jugend dieses Bestandteiles der Khethubba geltend gemacht werden können, i Diese Thatsache liegt aber in der unzweifelhaften Uebereinstiinmung vor, die dieses Stück mit den Formeln des spätrömischen oder byzantinischen Ehevertrags aufweist, wie er uns in einem nach Prof. Wessely’s Schätzung aus dem 6. Jahrhundert stammenden Fragmente in der Papyrussammlung des Erzherzogs Rainer erhalten ist. Um den späten Charakter l) S. auch das Khethubbaformular in Maimüni's Mischne Thora, H. Jibbum, c. 4 Knde.