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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1897-01-01 · Heft 5 · p. Seite 209

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
41 (1896-1897)
Issue
Heft 5
Article
Miscellen über Saadja
Date
1897-01-01
Page
Seite 209 (sequence 7)
Language
German
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Miseellen über S.utdja. 209 8. Peiitateucheomiuentar bespricht). Heu Zuta habe nun nach Stützen in der Bibel horumgesiiclit und gefunden, dass diese Bestimmung in (Jen. 1,14 u. Num. 28,14 enthalten ist, dann auch in der Benennung des Monats Nissan, als des Monats der Achrenreife, und des Woeben־ resp. Hüttenfestes, als des Festes der Ernte, resp. der Weinlese und endlich in Hs 104,19. Nun hat gerade das ganze liier besprochene Thema, sowie׳ die einzelnen hier angeführten Beweise den Hauptpunkt in der Polemik zwischen Saadja und den Karäern gebildet, wie wir dies kurz auseinandersetzen wollen: Bekanntlich hat Saadja den Ivaräern gegenüber behauptet, der eonstante Kalender mit allen seinen Hegeln sei Mose auf dem Sinai offenbart und die Neumonde und Feste wären auch immer nach der feststehenden Berechnung vorher bestimmt worden Erst nachdem sich die zwei Schüler des Antigones. Zadok und Boethos, von der Tradition losgesagt und unter Anderem behauptet haben, die Thora schreibe vor, die* Nun• inoude nach der Beobachtung zu bestimmen, da hätte man angetangen auch Zeugen vorzuladen, die über den neuen Mond auszusagen hätten, um zu zeigen, dass Berechnung und Beobachtung sieh vollständig decken.1) Saadja brachte mehrere Beweise für diese seine Behauptung herbei, und unter Anderem warf er die Frag(1 auf: Wenn es wirklich geboten wäre, das Sichtbarwerden des neuen Mondes zu beobachten, warum sei denn in der Thora dieses Gebot nicht ausdrücklich vorgeschrieben? Die Karäer erwiderten nun darauf: Essei darum in der Thora kein ausdrüekliehss (Jebot darüber vorbanden, weil die Israeliten e^ schon vor der Gesetzgebung beachteten, es genügte daher eine blosse Andeutung, wie z. B. in Ex. 12, 2. Doch sei die Thatsaehe selbst in (Jen. 1, 14 deutlich angegeben. Hier heissees nämlich: יחי מארת ברקיע השמים להבדיל כין היום וכי; הלילה יהיו לאתת ולמזעדים ולימים ושנים• Dieser Vers sei so zu verstehen, dass die Himmelsliehtcr als Merkmale dienen sollen, um durch s'ie ימים ,מועיים und שנים zu unterscheiden. Die Lichter müssten durchaus die Aufgabe haben, diese Zeiten zu unterscheiden, da sie doch nicht selbst etwa die genannten Zeiten־seien. Auch könne man annehmen, dass das Waw in ולמועדים paragogisch sei, so dass der Sinn ג) S. Kesponsen der Geonim, cd. Lyck, Nr. 1; Chaminol b ־ChuschiePs Comni. zu Ex. 12, 2 ^זםגדי חגגאי p. 32, welche Stelle ich für •em Excerpt aus. Saadia’s Comm. halte, wie ich das au einer anderen ♦Stelle nachzuweisen gedenke); Harkavy. Studien und Mittheilungen V, 225 und Einleitung zur Edition des Kirkisani, p. 254. Monatsschrift. 41. Jahrgang. 14

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