Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 41 (1896-1897)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Assyriologische Studien
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 200 (sequence 8)
- Language
- German
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200 AsHyriologisehe Studien I der Eroberung Ekrons also ,werden in Juda 46 Städte helagert und erobert und lliskia auf Jerusalem beschränkt; wie Sanherib selbst sagt: ״ieh schloss ihn in Jerusalem ein, befestigt(1 die ]birken gegen ihn und liess keinen aus Jerusalem heraus; ..ieh schloss ihn wie einen Vogel ein/1 Zu einer eigentlichen Belagerung scheint es nicht gekommen zu sein; denn Sanherib war abgezogen, ohne dass sieh lliskia unterworfen hätte. Abgesehen von den in der Bibel und bei lierodot angegebenen Gründen für das plötzliche Abbrechen des Feldzuges scheint Sanherib nach Babylonien abberufeu. worden zu sein. lliskia., der ringsum von assyrisch gesinnten Nachbarn umgeben war, musste sich aber jetzt trotzdem unterwerfen und schickte Tribut nach Ninive.. Nach der unverhofften• Kettung und freiwilligen Unterwerfung lliskias im Jahn' 701 trat für den Westen eine Kuhepause von etwa 15 Jahren ein, während deren Sanherib namentlich mit Babylonien beschäftigt war. In Aegypten war mittlerweile der Kusehite Taharqa auf den Thron gekommen, dem es gelang, lliskia abermals zum Abfall von Assyrien zu bewegen. Jesnia batte ihn von Anfang an abgeraten, auf derartige Anerbietungen cinzugchcn; auch diesmal warnte er vor einem Anschlüsse an Aegypten. Als aber die Gefahr nah(‘ b(‘vorstand, war er von der politischen Lage so gut unterrichtet., dass er den glücklichen Ausgang Voraussagen, konnte, lliskia hat seine zweite Kettung nicht lange überlebt; er ist gleichzeitig mit Sanheribs Ermordung gestorben, — — — Di<‘ in 2. Kün. 23, 20 erwähnt(‘■ Schlacht bei Mcgiddo fand im letzten Jab re Josia’s (607) statt. Zu den über 11 Keg. gemachten Bemerkungen erübrigt noch die. Erklärung der Titel .,Tartanu ..Kabsaris11 und ״Kabsehakeh*1. Tartan ist der assyrische Amtsnamen der Ober* feldhcrren; ״Kabsaris (2 Keg. 18, 17) ist wahrscheinlich eine durch Volksetymologie zurcchtgolegte Übersetzung von ״Knbschaku, welches dem sumerisch assyrischen rab-sag entspricht und ״Hauptmänn“ heisst; ins Assyrische übersetzt konnte das sumerische rab-sag nicht anders lauten als rab sa ris Hauptiuann, woraus dann im llebr. ganz begreiflich rabsaris wurde. In der Parallelstelle zu II Keg. 18, 17 nämlich in Je8. 36, 2 fehlt es auch wirklich. Was Jcsaiah in Cap. 7 über Assur sagt, wurde bereits oben (bei Besprechung von II. Keg. 15) erörtert. Bei Gelegenheit möchte ich auf den Vers 18 dieses Capitels hin-