Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 41 (1896-1897)
- Issue
- Heft 4
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 187 (sequence 3)
- Language
- German
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Besprechungen. 187 Stube vermuthet in דביה gar einen Engelnamen, u. z. den Engel der Gewässer רידיא. Natürlich ist einfach ,רבא --־ רביד der grosse Engel zu lesen, wie ebendas. Z. 21 Azalel מלאכא רבא heisst. Von diesen sieben Engeln wird gesagt: דאזלין ומהפכץ שמיא וארעה וכוכבי ומזלי ום־הרא דמא. W. und St. 4b übersetzen ומהפכין kreisen oder umkroison, was es eben nicht bedeuten kann. Das "Wort heisst: drehen, kreisen lassen und enthält den Schlüssel der für die arabische und jüdische Keligionsphiiosophie 80 wichtigen Lehre von den Engeln als den Sphärengeistern, den Rectoren der Planeten, mit deren Siebenzahl sie so einladend übereinstimmen. Vielleicht ist der Gedanke nicht abzuweisen, dass in וימא die Sonne, nicht das Meer zu erblicken ist, da יום manchmal entschieden die Sonne bedeutet. Der Engelkatalog in Zunzens die synagogalo Poesie des Mittelalters, Beilage 22 p. 47G—80 ist beiden Bearbeitern unseres Textes unbekannt geblieben. ובשמיה דיהביה übersetzt W. 34: im Namen des Jehabjah, St. 23 versieht Jehab-Jah wenigstens mit einem Frage- Zeichen. Ich halte das Wort für eine Umschreibung des aus den Zauberpapyri bekannten Gottesnamens laße-----Jahweh, wie denn auch die ganze Umgebung des Wortes auch darauf hinweist, dass wir es hier nicht mit Engel-, .sondern mit Gottosnamen zu thuu haben, in Z. 42 glaubo ich in ובשים אץ ואהיה statt אץ dasselbe אין vermut hon zu dürfen, das uns in Z. 15 in ובישמיה דאץ begegnet, und wie מצפין das Tetragrammaton nach einem der künstlichen Alphabete (8. Zunz a. a. 0. 105 f.)יה ־ vortreten dürfte; W. 35 macht Amon und Amen daraus, obzwar dies eine Zeile darauf als Abschluss erscheint. In מלאכי[ קרישי[ ומפרשי[ ומהימנץ sind ומפרשץ weder ״die auserwählten (die in Schaaren mit einander leben)“ wio bei W. 36, noch ,,die ausgeschiedenen“ wie bei St. 27 und 00, sondern--שם המפורש״ die ausgezeichneten. דמשמשץ קדם כורסיה יקרא דאלהא in Z. GO, die dioastthuenden Engel, stammen nach Samuel Ihn Tibbon’s Bemerkung מאמר יקוו המים p. 44 aus dem Jonathantargum zu Jes. G, 2, der עומדים ממעל לו nach ÜnkeW Uebersetzung zu I. Mos. 18, 8 so wiedergiebt. Die .מאתן וארבעץ ותמניא הדמין קומתיר, dio Schwab (Rovue des etudes jnives IV, 103) und Wohlstein verkannt haben und Stube erst in den Nachträgen ganz versteht, sind natürlich die רמ״ח אברים (vgl. Dr. Katzen el ssohn’8 gleichnamige hehr. Abhandlung, oder: dio Osteologie der Talmudisten, Petersburg 1888), die 248 Glieder dos Leibes, der hier durch קומה bezeichnet wird. Bei Stube ist p. GO noch der Feuerstrom Dinür und pag. 03 dio Unform ״ גלגליםRäderengel“ zu berichtigen. Statt der angegebenen Stelle in Maimüni’s: More III Anf. ist wohl 1U, 4 zu lesen. Die von Stübo 63 gegebene Erklärung von 1. Chron. 13, G: אשר נקרא שם wird bereits von Zunz, Gottesdienstliche Vortrage'2, 173 f. \orgetragen. Die Schlussformel יד״ר wird in dom aramäischen Texte nicht, wio W. und St. an nehmen, יהי רצון, sondern das bekannte יהא רעוא bedeuten. Für die vier übrigen Texte sind wir, da uns die trotz der ,Verstösse im Einzelnen werthvollo Controle Stübe’s verlässt, auf Wohlstein allein angewiesen, dessen Uebersetzung und Bearbeitung trotz des etwas zu weit gehenden Muthes im Errathenwollen verdienstlich ist. Ein bedauerliches MissverstandnR8 begegnet uns gleich an der Schwelle לאתדבוי בר אחתבו דיתם• ברחמי שמיה, N. N., der geheilt werden möge, wird hier zu A., dem Sohne des A. aus Daythos. In n. 4 p. 21 wird das Richtige zwar erkannt, aber die unnütze Verschlimmbesserung in דליתסי vorgeschlagen. Die Namen für N. N. bringen auf die Vermuthung, dass der bekannte Eigenname ,אבוד wohl nur aus einem verkürzten