Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 41 (1896-1897)
- Issue
- Heft 4
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 188 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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188 Besprechungen. אחדבד entstanden sein wird. ומלאכי דביח בנישחא sind nicht die Fürsten dos Versammlungshauses (p. 20), sondern die Geister der Synagogen, die im verlassenen Zustande nach Baba k. von Dämonen bevölkert gedacht wurden (vgl Schemtob Ibn Schaprut, פרדס רמונ״ם, Anfang). Für den ersten Nissan als das für die Dämonen kritische Datum hätte W. 27 sich auf Talmudstellen wie Pes. f. 112b und Erubin f. 29b berufen können. טבי בטורי die Gazellen auf den Bergen p. 49 erinnern an Cant. 2, 6. Eine der merkwürdigsten Beschwörungen enthält Nr. 2417. Zwölf Begrü88ungen, durch שלמה אלך eingeleitet, eröffnen die Inschrift, deren Dunkelheiten ohne Abbildung der Vorlage nicht entscheidend aufzuhellen sein werden. Gleichwohl seien mit allem Vorbehalt wenigstens einige VorbesserungsVorschläge hier gewagt. ותיקדון בגדיהון, das \V, 55 nicht übersetzt, wird wohl richtig: וחנקדון lauten und; roinigot deren Kleider zu übersetzen sein. ומן מינא, das W. 54 in das graphisch hier unmögliche דמשבענא verändern möchte, erkläre ich mir einfach als aus ומומינא verlesen, das einen werthvollen Beleg zu den im baby- Ionischen Talmud vorkommenden ähnlichen Formen des Stammes ,ימי* liefert. Die unverständliche Wortgruppe; ומבוד ים וחכון scheint mir in ומודב והמון verbessert werden zu müssen. Dann schiiesst sich an ומעייליתם־ן ומתיבותכון לחיי עומד. בפגורכון an, und ergiebt die Uebersetzung: Euere Auferstehung in eueren Leibern und euer Wiedereintritt ins ewige Leben. Den Schluss; וכמה דאתון החם בודוסק• הדן ותיבבון ביד. לדיגא הדין lässt W. unüborsetzt. Vielleicht ist הדן als Einleitung des «Nachsatzes zu ,ובמד in הכן zu ändern und statt des unverständlichen ותייבבון einfach 80) יתיבכון möge er euch zurückführen) zu lesen. An Correctbeit des Druckes lässt die Arbeit WVs gar viel zu wünschen übrig. So ist p. 9 statt עהד und ישף zu lesen: עלו und רשף• S. 12 Z. 6 v. u. ist ״wir“ zu streichen, 13 Z. 9 v. u. ist einem . . . Werke statt eines . . . Werkes zu lesen. In der Uebersetzung p. 20 Z. 4 ist von dem zweifachen gebunden, weil ohne Vorlage, eines zu streichen. 8. 25 Z. 4 ist statt Gnaden Gnade, Z. 11 v. u. kama statt Rama und Z. 3 v. u. ödematös statt odematös zu lesen. S. 27 Z. 4 v. u, 1. Tanchuma, 29 1. Z. 31 ,דתיזלץ Z. 10 ותיזל — ebenso bei Stübe zu verbessern. — Z. 16 47 ,עלוהי Z. 9 wohl Diws für Danos. In der Beweisführung für die Zeitbestimmung dieser Inschriften ruht Manches auf schwachen Füssen. Vollends unwahrscheinlich und vielleicht auf falscher Auffassung beruhend ist die p. 14 aus Sabbat p. 104; מאי טעמא מהדר אפיה דקוף מריש hergeholte Argumentation, die das p der talmudischen Zeit nur in diesen Inschriften linden will. Die Frage des Talmud bezieht sich aber auf jedes gewöhnliche p, dessen rechte Vorderseite vom ר abgewendet erscheint. Noch weniger darf die Menge der hier auftretenden sog. vollen Schreibung für das Alter dieser «Inschriften verwerthet werden. Wir stehen in der Kenntniss und Erforschung dieser Zaubertexte kaum noch recht in den Anfängen. Ein Corpus dieser über Amerika, England, Frankreich und Deutschland zerstreuten Texte wird vorgelegt werden müssen, ehe entscheidende Schlüsse auf die Stufe des hier zu Tage tretenden Aberglaubens, ahoi* auch auf die Bedeutung der hier zur Anwendung gelangenden Termini und Worte werden gezogen werden können. Eine unerlässliche Bedingung, welche im Interesse der Wissenschaft an die Herausgabe dieser Inschriften gestellt werden muss, ist die Beigabe sorgfältiger Abbildungen ihrer Vorlagen, ohne die weder eine Controle der Entzifferungen noch neue Verbesserungen möglich sind. Möge Prof. Dr. David Heinrich Müller, der bereits im Besitze des In-