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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1897-01-01 · Heft 4 · p. Seite 186

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
41 (1896-1897)
Issue
Heft 4
Article
[Rezension]
Date
1897-01-01
Page
Seite 186 (sequence 2)
Language
German
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18G Besprechungen. vor uns haben, die denn auch dem Verständnisse wesentlich zugute gekommen ist. Gleichwohl ist selbst über diesen einen Text noch nicht das letzte Wort gesprochen. Gleich an der Schwelle dieser Formeln begegnet uns ein Wort, das für einen so wichtigen und historisch gewordenen Begriff wie die Kaballa aufschlussreich wird: הדין קיבלא heisst sicherlich, wie die Tradition Nathan b. Jeohiel’s zu Ber. f. (52a: הבלה übersetzt,קמיעה — Amulet. Fs ist dazu bestimmt: למיפד חדשי ונידרי ולוםתא ושוקיפתא ואשלמתא ראבמדתא. Unter sechs Wörtern, welche offenbar den Begriff der Beschwörung oder Verzauberung abwechseln sollen, sind die drei letzten unbekannt.. Mag שוקיפתא wirklich Klopfen bedeuten, wie beide Erklarer annehmen, eine klare Uebersetzung lässt sich auf Grund ihrer Etymologie nicht gewinnen, zumal das Klopfen eher als Gegenmittel des Zaubers bekannt ist, so scheint אשלמתא mit Opfer, Weihe, Schwur übersetzt werden zu müssen und ohne das Mandäische (St. 37 f) erklärt werden zu können. השלים als Ellipse von 8) השלים נפש. meine Bemerkung zu Barceloni’s Comment&r zum Sefer Jezira ed. S. J. Halber 8 tarn p. 340) bedeutet: übergeben, weihen, opfern und liegt auch dem arabischen Islam, Muslim zu Grunde. אבמרחא, das W. und St. von כ׳״מד ableiten, ohne jedoch die natürliche Brücke zum Zauber zu linden, von dem hier die Kode sein muss, dürfte eher mit dem Stamme במר, aus dem *סבמ und מבמידת gebildet wurden, abzuleiteu sein. Vielleicht ist selbst die Analogie von חרם, das Netz und Bann bedeutet, nicht abzuweisen und an die dem Bestricken zu Grunde liegende Vorstellung zu erinnern. אימי בת דבקא und ihre Söhne לילי und מר sind die Dämonen, deren Zauber es abzuwehren gilt. Für לילי glaube ich an den Dämon לול Besäehim f. 111 b erinnern zu dürfen. In Imi dürfte der Geist zu erkennen sein, der in den Formeln Pesach. f. 117a und Aboda zara f. 12b die Dämonen durch die Berufung auf seinen Namen und die von ihm gelehrte Zauberformel verscheucht. Stübo 4U bemerkt jedoch: ״Für *א*מ in Pes. 112a liest die Stelle Aboda zara 12a אמי• Somit könnte das Wort ,meine Mutter' heissen ** Hier kann aber nur Aboda zara 12b gemeint sein, wo wiederum nicht אמי, sondern אמרה לך אימך deutlich zu lesen ist. Es giebt eine bekannte Formel, in der Abaji Geheimmittei und volksmedicinische Kecepte im Namen seiner Pflegemutter überliefert, aber diese lautet regelmässig: אמרה לי אם, nicht אמי. Vgl. die Kiddusehin f. 31b verzeichneten Stellen, aus denen ein Bild dieser Autorität der alten Geisterkünde und Volksmedicin sich zu3ammensotzen Messe. Allein auch Stühe beruhigt sich bei der Mutter nicht und denkt bei אימי dennoch lieber an einen Dämonennamen. ״Indess,“ sagt er, ״findet sich ein ahnliches Wesen dämonischen Charakters Pes. 110b in der אמימר, auf die dort ebenfalls eine Beschwörungsformel zurückgeführt wird“. Wir wollen diesen ״jüdisch-babylonischen Zaubertext“, durch den ein so bekannter Amoräer wie Amemar in einen Dämon Verwandelt wurde, hierhersetzen, um es glaublich zu machen, was bei Anführungen aus der jüdischen Litteratur alles möglich ist. Pes. f. 110a ,heisst es: אמר אמימר אמרה לי דישתונדד הגשים כשפניות• Amemar, den wir auch sonst iin Verkehr mit Magiern und Zauberern antreften, nennt also', die Oberin ,aller Hexen ausdrücklich als seine Quelle, Wer freilich, wie Stube 39 erklärt, ״dass mit Rab nur eine bestimmte Person gemeint ist, nämlich ausschliesslich — R. Jehuda Hannasi“, sollte des Ümherspringens mit Talmudcitaten sich besser enthalten. Die Beschwörung erfolgt im Namen der sieben Engel, an deren Spitze Metatron steht. Es heisst hier: ,דבישמיה דמיהרון מלאכה דביר הדריאל . » Wohlstein 34 übersetzt: der da weilet hei Nidriel.

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