Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 41 (1896-1897)
- Issue
- Heft 3
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1896-01-01
- Page
- Seite 143 (sequence 4)
- Language
- German
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- Origen 1× ep/1025440
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Besprechungen. 143 Fried mann stützt aber seine Annahme auch durch den Namen Onkelos, den er für den Verfasser unseres Targums hält, und mit Berufung auf die Stelle in Aboda sara 11a 11. a. 0, und zwar auf die zweifelhafte Lesart דיוקן, welche lautet: מעשר. כשמת ריג תקן(?) ושרף עליו אונקלום דגר. Friedraann stützt nämlich (p. 9!>) die Lesart;הזק mit der Bemerkung Herzfeld’s: ״Es kann doch nicht der junge Gamliel jenes kostspielige Leichenbegängniss erhalten haben, da gerade dieser befohlen habe, ihn möglichst einfach zu bestatten.“ Dieses Argument ist abor nicht stichhaltig, da es sich um eine dem Fürsten zukommende Ehrung handelt ומלך שמחל על כבודו אין כבודו מחול. ich halte es für ein Vordienst Friodmann’s, dass er dio Onkelosfrago nochmals zur Debatte gestellt hat. Mir scheint Friedmann mit seiner Kettung des Onkelos im liechte zu sein. Schon der Umstand, dass Onkelos niemals mit oinor griechisehen Version in Verbindung gebracht wird, scheint mir gegen Beine Identität mit Akylas zu sprechen. Dass sie mit einander verwechselt wurden, ist sicher. Dazu hat ein gewisser Gleichklang der Namen und ihr gemeinsames Proselytenthum genügenden Anlass gegeben; aber deshalb kann man doch nicht den mehrfach legitimirten Onkelos verleugnen. Ein Prosetyte Namens Onkelos konnte auch unter die Meturgemanim gegangen sein, deren es sicherlich viele schon zur Zeit des 2. Tempels gab. Ob aber unser Targum von ihm herrührt, ist eine andere Frage. Hätte derdelbe zur Zeit Gamliel’s 1. gelebt, so könnte er unmöglich der Verfasser unseres Targums sein, das schon den Einilmss der Lehren Akiba’s nianifestirt. Hätte er «aber zur Zeit GamlieTs II. gelebt so wäre seine Autorschaft unseres Targums wohl möglich, aber auch nicht sicher, da unser Targum thutsächlioh lange anonym gewesen und erst spät als Onkölos citirt wird. Dass unser Targum in Palästina allgemeine Verbreitung gefunden hätte und ein Volksbuch geworden wäre, das ist doch schwer denkbar. Dann hätte es im jerusalemischen Talmud irgend welcho Berücksichtigung finden müssen; dann hätten auch Origenes und Hieronymus etwas von ihm gewusst. 80 leicht, wie Friedmann meint (p. 135), kann mau denn doch nicht über so grundgelehrte Männer wie Origenes und Hieronymus hin weggohen. Das ist jedenfalls ein Beweis, dass unser Targum zu ihrer Zeit in Palästina wenig verbreitet und bekannt gewesen. Dass einige palästinensische Amoräer, welche zu Babylon enge Fühlung hatten, davon wussten, ist kein Beweis für seine Verbreitung in Palästina. That8ächlich ist der Gebrauch dos Targums in Palästina auf den Widerstand der späteren Tan&im gostossen unter denen K. Simon b. Gamliel obenan steht mit seinem Lehrsätze אף בספרים לא דתירו שיכתבו אלא יונית. Damit kann hauptsächlich nur der Ausschluss dos aramäischen Targums gemeint sein, weil eine andere fremde Sprache neben der griechischen in Palästina überhaupt nicht in Betracht kam. Wollte K. Simon ben Gamliel das Aramäische nicht ausschliessen, 80 hätte er es sicherlich nicht verabsäumt, dies auszusprechen durch אלא יונית וארמית. Denn dass man unter בכל לשון gerade das Aramäische nicht verstanden habe (p. 17 u, 53)» dazu wird uns Friedmann bei allem Scharfsinn nicht zu überreden vermögen, zumal sein Beweis von S&bhath 115a von תרגום ובכל לשה schon dadurch hinfällig wird, dass diese Lesart durch die Handschrift bei Rabbinowicz nicht bestätigt wird. Dort heisst os überall בכל לשון ohne waw. Für die von Vater auf Sohn sich forterbende Aversion gegen das Aramäische zeugt auch der Spruch Rabbis