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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1896-01-01 · Heft 3 · p. Seite 135

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
41 (1896-1897)
Issue
Heft 3
Article
[Rezension]
Date
1896-01-01
Page
Seite 135 (sequence 2)
Language
German
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Besprechungen. 135 Kaufe der Höhle M&chpela der Fall ist — sich ein Verdienst erwirbt, als hätte er die zehn Gebote erfüllt“. Im Original ist der Sinn klar, denn da heisst ,es כל המברר מקחו של צדיק, und da merkt man sofort, um was es sich handelt, nämlich um Sicherstellung gegen irgend mögliche Anfechtungen und Zweifel. Wir sind dabei unvermerkt auf einen!,unkt gerathen, den wir von Haus aus gar nicht berühren wollten, weil er von untergeordneter Bedeutung ist. Was uns zumeist interessirt, ist die wissenschaftliche Behandlung des Stoffes, und von dieser Seite will wohl auch der Verfasser am liebsten beurtheilt sein. Nach dieser Richtung hin müssen wir nun rückhaltlos die grosse Schaffenskraft, den Eleisa und die Energie anerkennen, die in der Darstellung des Verfassors uns entgegentritt. Mit grosser Belesenheit und Sachkenntnis wird der über ein weites Litteraturgebiet zerstreute Stoff bewältigt und in einer klaren übersichtlichen Ordnung vorgeführt, die geeignet ist, ein anschauliches Bild von den Leistungen der einzelnen Agadisten zu geben, ln den einleitenden Abschnitten, in denen die persönlichen Beziehungen der Autoren behandelt werden, ist das biographische Material mit grösserer Vollständigkeit gesammelt und verwerthet, als es bisher in den einschlägigen Werken geschehen ist. Manche irrige Angabe der Früheren wird vom Verfasser berichtigt, Altes von einer neuen Seite beleuchtet, was noch als unsicher und zweifelhaft gelten musste, durch neue Beweise und Gründe erhärtet. Dahin gehören die Erörterungen über das Verhältnis R, Eleasar's zu K. Chija, welche die Ansicht Frankels tiefer begründen, die Bemerkungen über Abahu 11. und Abimi S. SS, A. 1 und S. 101, A. 4. In Fällen, in welchen die TTeb.0rlieferung schwankt, und es zweifelhaft ist, welchem Agadisten ein Ausspruch zugesehrioben werden muss, wird die Untersuchung mit grosser Gewissenhaftigkeit und mit Vergleichung aller einschlägigen Quellen geführt. Die Noten, welche den Text begleiten, enthalten eine grosse Anzahl sachlicher Erläuterungen und sprachlicher Erklärungen, ebenso zeugen oft einzelne Bemerkungen, die am wenigsten in die Augen fallen, von der Sorgfalt und Genauigkeit des Verfassers, vgl. S. 24, A. 7; <51, A. 2; 34, A. 3: 49, A. 3; 148, A. 8. Wollten wir alle unsere Behauptungen durch Beispiele belegen, so würde uns dies zu weit führen, und aus demselben Grunde müssen wir es uns auch versagen, den vor vier Jahren erschienenen ersten Band mit in unsere Betrachtung hineinzuziehen. Was nach unserer Meinung für den Verfasser am meisten charakteristisch ist, das ist eine gewisse Vorliebe für das Schlichte und Einfache, die alle gesuchten Erklärungen vermeidet, — eia Vorzug, der nicht stellenweise auftritt, sondern durch das ganze Buch sich hinzieht und der Darstellung das Gepräge aufdrückt. Um jedoch Einzelnes nicht ganz zu übergehen, wollen wir eine kleine Anzahl von Stellen hervorheben, darunter einige, in Bezug auf welche wir mit dem Verfasser nicht übereinatimmen, und andere, die uns zu Bemerkungen und einzelnen geringfügigen Berichtigungen Veranlassung geben. * S. 12, A. G, Frankel bezieht den Satz auf R. Eiieser und hat nicht die vom Verfasser angofiihrte Stelle, sondern eine andere im Auge (העושה תכלהו קבע). S. 13, A. 4. Bei dor Berufung auf die Belehrung seines Ahnen ist wohl weniger an 1L Chr. 7,14, als an Kohelet 5, G zu denken, weil doch der Satz אם ראית חלומות קשים וכר offenbar an die Schriftstelle in Kohelet an geknüpft wurde. Wir heben dies hervor, weil aus der Darstellung des Verfassers nicht ersichtlich ist, in welcher Weise die verschiedenen Aussprüche verarbeitet und mit einander ver-

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