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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1896-01-01 · Heft 3 · p. Seite 123

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
41 (1896-1897)
Issue
Heft 3
Article
Studien über Joseph Kimchi
Date
1896-01-01
Page
Seite 123 (sequence 10)
Language
German
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Studien über Joseph Kimchi. 123 I, Wurzel- und Wortvergleichuugeu. A. Entlehnungen aus Ibn Gannach. אד (Hiob 36, 27) ist der von der Erde infolge der Hilze aufs teigende, wolkenartige Dunst, gleich dem arabischen .(! בכאר ל5ד (Hiob 16, 15) bedeutet ,,]־laut“ und ist durch das arab. Aequivalent גלד zu erklären-). הכר (Hiob 10, 3) wird von Joseph Kimchi erklärt: בלסון ערבי עוות פנים, also ״frech seiir^). besprochenen Vorgleichungen, mit wenigen, eine besondere Besprechung erheischenden Ausnahmen, nicht berücksichtigt worden. J) Diese Vergleichung findet sich in dem Münchener Fragment des Hiob-Comm., ferner citirt von David Kimchi Wb., art. איד, cf. Jahrg. 40, p. 175 und ibid. Anm. 7. Ibn Gannaeh Wb. 38, 8—9 will insofern אד ״Dunst“ mit איד ,,Unglück“ (Spr. 1, 26. Hiob 31, 3) idontificiren, als das Unglück denjenigen, den es betrifft, gleichsam mit einer dunklen Wolke einhüllt; vgl. auch die Uebersetzung, ed. Bacher, p. 24 (cf. Nachträge). 2) Gal. pag. 78 art. גלד — IG Wb. 136, 13. Ebenso auch Juda ben Koreisch (Risäle, ed. Barges et Goldberg Paris 1857, p. 68), ferner Saadia z. St, (ed. Cohn p. 46): צלדי. 3) Gal. 66 Ende art. אבחת. — Bacher in REJ VI, 210—211 bcmerkt, dass JK wohl hier nicht genau wiedergegeben hat Ibn Gannach’s Worte, der Wb. 173, 20—21 es durch das arab. הכר als ״sehr übor Jemanden erstaunt sein“ erklärt, womit, nach Bacher, SPVG, p. 42, Anm. 9 auch die Angabe des Kamüs übereinstimmt, oder auch, jedoch nur nach der Oxforder Hs, eine Transposition von בהד im Sinne von ״unfreundlich sein“ annimmt. Die Uebersetzung des Ibn Tibbon (ed. Bacher, p» 118) hat mir die erste Erklärung. Hervorgehoben sei, dass der selbst arabisch schreibende und mit dieser Sprache sehr vertraute, 1492 aus Granada vertriebene Saadia Ibn Danfui (im Anhang zu IG's W’b. 780, 31—32) neben der ersten Erklärung IG’s auch die, von David Kimchi in seinem Wrb. art. הכר citirte Ansicht JK's anführt, mit der Begründung, dass es im Arab. ״ אלוקאחהdie Frechheit“ bedeutet, und, dass nach einer Ansicht dazu auch הכרת (Jes. 3, 8) gehört. Saadia übersetzt הכר mit תכזרני (ed. Cohn p. 50) d. h. ״schmähen, beschimpfen״‘. Die Rouener Glosse 62 bei IG Wb. 173 hat: *״ תבהתוד וקיל תהוגוא בihr verläumdet mich, nach anderen, ihr verlach':, verhöhnet mich.“ Dieser Ansicht neigt sich auch zu Simon ben Zemach Daran in seinem Hiob- Comm, אוהב משפט p. 107 c; er sagt: והמפרשים סמכוהו ללי קדר שהוא ל׳ תמיהה בגערה ואפשר שהוא לעג מפד הקשת. Die erste Erklärung ibn Gannaeh’s billigt ausdrücklich Mose Kimchi im Hiob-Comm. (Schwarz, תקות אנוש, p. 97). Das Wort הכרת Jes. 3, 8 übersetzt Saadia z. St. (ed. Derenbourg in Stades ZATW IX, p. 11) mit פראסה, was IG ira Wb. 435, 22—23 erläutert als ״die sich in ihrem Gesicht deutlich ausprägende Unverschämtheit und Rohheit“. Ganz ähnlich auch Jehuda Ibn Bal’uin zu Jes. 3, 8 (ed. Derenbourg REJ XVII, p. 171): איי אן

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