Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 41 (1896-1897)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Studien über Joseph Kimchi
- Date
- 1896-01-01
- Page
- Seite 121 (sequence 8)
- Language
- German
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Studien über J09eph Kirachi. 121 doch die Verhältnisse in Südfrankreich, wo die intelligenten Kreise das Arabische als Bildungselemeut gern willkommen hiessen, zumal die aus Spanien eingewanderten und jener Sprache mächtigen Glaubensgenossen das geistige Leben fast vollkommen beherrschten. Und nun, wo die hebräische Sprache und die in ihr zu behandelnde Wissenschaft vermittels der arabischen gefördert werden sollte, zeigte sich noch mehr und zwingender, als in Spanien, die Nothwendigkeit, jede Beschränkung hinwogzuräumen, da man den hebräischen Wortschatz der Bibel als uicht ausreichend erkanntet). So hat denn nun auch Joseph Kimchi einen in Anbetracht dos uns von seinen Werken Erhaltenen nicht geringen Gebrauch von der Vergleichung mit der unendlich reicheren Schwesterspräche gemacht, wenngleich er immerhin die hebräische Sprache für die vorzüglichste der drei mit einander verwandten hält-). Seine Kenntnisse des Arabischen erstrecken sich nicht blos auf Wortvcrgleichuugen, sondern auch auf grammatische Analogien. Auch wird einmal, soweit wir aus dem uns vorliegenden Material ersehet! können, ein arabisches Spriichwort angeführt: Zur Erklärung des Wortes CO (Jes. 51, 8) bemerkt er3), dass auch im Arabischen das gleichlautende D1D ״Fauldieser Stelle, diese Vergleichung zuschroibt, 011 ne zu bemerken, dass derselbe die Talmud8teile nur etwas variirt hat. Heber dieses beschränkte Gebiet des Hebräischen äussert sich auch Ihn Esra am Schluss des Comm. zum Hohenlied; cf. Bacher, A. i. E. als Grammatiker, p. 33, Anm. 2; forner, mit Hervorhebung der Vorzüge des Arab., Ihn Tibbon in d. Vorrede zur Hebersetzung von Bachja’s ,,Herzens» pflichten“ לשון רחבה וממולאה בכל.עלן וכפי (näml. das Arab.) יעוד כי היא כל הצורך לכל מדבר ומדבר . . יותר ממה שיתכן בלשון העברית מפד שלשון העברית אין ממנו נמצא בידינו רי אם מה שמצאנו בספרי המקרא ואיננו מספיק לכל צורך המדבר. lieber diesen Punkt spricht sich auch aus Serachja ben Sch’altie) in seinem Hiob-Comm. zu Hiob 3, 3 (Schwarz חקרת אנוש p. 194) בי דה בעונותינו קרה לכו לקצר שרשי לשון העברי שרובו נאבד ונעדר מאומתנו העברים שנתמעטה ונעדרה היא וחכמתה. Er schlosst mit den bemerkenswerthen Worten, dass all' die aus dem Arab. entlehnten Wurzeln ursprünglich uns gehörten, als von den Vätern überliefert, und Ismael, dor Stammvater der Araber, habe sie erst von Abraham gelernt; und, wenn wir jetzt gewissermassen unter den Tischen von Ismaels Söhnen unsere Wortstämme uns auflesen müssen, so sei dies im Vergleich zu dem Elend unserer Verbannung überhaupt wie ein Tropfen im Verhältniss zum Meer. 2) Vgl. Gal. 123, 6—7: . . . וכן ברוב הלשונות כשתתפו העברי והעיייבי והתרגום אך לשה״ק היא שלשיה ברכה בקרב האר]. Unter תרגום ist hier jedenfalls auch das aramäische in Bibel und Talmud gemeint. 3) Sef. Hagal, p. 125—126 art סם, Die Vergleichung mit dem