Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 41 (1896-1897)
- Issue
- Heft 2
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1896-01-01
- Page
- Seite 94 (sequence 3)
- Language
- German
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04 Besprechungen. Versionen der Tradition verschiedene halachische Consequenzen ziehen können, so können doch die Worte des ת׳יק nicht einen diametralen Gegensatz offen und bestimmt zu 11. Simon enthalten. Wäre also jenes Pontus in Syrien gewesen, so wäre ja nach der Tradition des p״r, die Ausfuhr nach Syrien auch בפידיש verboten gewesen. Ein jeder Talmudkundige wird mir aber zustimmen, dass in diesem Falle die gegnerische Meinung P. Simon’s ganz anders und viel sehärfer hätte zum Ausdruck kommen müssen, als mit den Worten אני שמצתי בפידוש. Ich halte es aber auch nicht l’ür richtig, aus den Worten des Siphra zu entnehmen, dass Akylas von Palästina an seine Sklaven nach Pontus ,,Lebensmittel“ ge- ,schickt habe. Zunächst handelt es sich hier nicht um eine Sendung, sondern um Etwas, was Akylas seihst seinen Sklaven aus Palästina mitgebracht hat. Von einer Ausfuhr von ,,Lebensmitteln“ kann aus Palästina bei dem kümmerlichen Ertrag eines Brachjahies doch überhaupt nicht die Rede .sein, weder nach dem fernen Pontus, noch nach dem nahen Syrien. Es konnte sich daher auch nur um kleine Aufmerksamkeiten handeln, welche Akylas seinen, natürlich auch der jüdischen Religion anbänglichen Sklaven mit »len mitgebrachten Landcserzougnissen Palästinas erwies. Dafür kann aber die Entfernung nicht störend sein Wir finden also in den Worten des Siphra keinen Crund, die Identität auch dieses Akylas mit unserem UÜbersetzer abzulehnen. Do<*h bevor wir zum zweiten Theilo, welcher von Onkelos handelt, übergehen, haben wir noch einige besondere Bemerkungen zum ersten Theile zu machen. P. 2 עבר־יית mit ,,Iberisch“ und עבריים mit ״Iberier“ zu übersetzen, ist eine neue, aber höchst gewagte Vermuthung, nachdem von einer altiberischen Schriftsprache und Litteratur bisher noch Nichts bekannt geworden ist. Bemerkt doch F. selbst (ds. in der Note), dass die erste iberische Bibelübersetzung um 40b mit armenischen Schriftzeichen verfasst wurde. P. 8 Bei dor Vertheidigung der Nachricht des Aristeasbriefes und der Annahme, dass die alexandrinis«-he Bibelübersetzung durch Demetrius Pluilereus veranlasst worden sei. wäre doch die für glaubwürdig gehaltene Nachricht des Callimachus, dass Demetrius ■Phalereus überhaupt nicht am Hofe des Ptolemäus Philadelphia gelebt habe, zum Mindesten zu berücksichtigen gewesen. Vgl. Schürer, (lesch. des jüd. Volkes. 2. Auf!״, 2. T11 eil p. 698. P, 161V. scliliesst sich F. in der Hauptsache der von Frankel (Vorstudien etc. p, dl) verfochtenen Ansicht an, dass die Weisen dem Ptolemäus einen hebräischen Pentateuch überreicht hätten, und zwar mit den bekannten 13 oder 15 Aenderungen. Frankel stützt seine Meinung auf jerusch. Megilla 1, 6 und Mechilta Ahschn. בא; aber Friedmann stützt diese Ansicht, indem er das durch den Zusammenhang in bald. Meg. 9a dieser Meinung Widersprechende, sowie den inneren Widerspruch in dieser Boraitlia wie im Tractat Sopherim ausgleicht und beseitigt. Herr Friedmann mag ja Hecht haben, dass man nach der lteception. des griechischen Textes die ihm entsprechenden Veränderungen auch im hebräischen vorgenommen habe. Ein Theil dieser Textänderungen, lässt sich überhaupt nur als eine Rückübersetzung aus dem griechischen Worte erklären; bei einigen Veränderungen hingegen, die sich in der Septuaginta auch nicht finden, ist es hei der Ungenauigkeit aller Nachrichten in BetreiL der Septuaginta zum Mindesten nicht auegeschlossen, das wir es hier mit einer Compilation von Textvarianten zu thun haben, die man an das alexandrinische Ereigniss später ange•׳