Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 41 (1896-1897)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Aus den talmudischen Randnoten des Herrn Rabbinatspräses S. L. Brill in Budapest
- Date
- 1896-01-01
- Page
- Seite 75 (sequence 9)
- Language
- German
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- Rashi 1× ep/1002670
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Blau, talmuflische Kaminoten. 75 iles Patriarchenhauses wird ausser den am Rande des Talrniuls vermerkten Stellen noch an den naehstehemlen genannt: Erubin 5Tb; Moed katon 17a; Kctluiboth 103a; 104a; J. Megilla IV, 2; Aboda Zara 30a (אמתיה דר׳ חייא). III. Ordunng Nasch im. Jebamotii 1üa: אבל מעיד אני עלי שעל מדוכה וו ישב חגי הנביא ואמר ג׳ דבר״ם וכר. Warum hat der Prophet, auf einem Mörser sitzend, seine drei Aussprüche gethan? Eine Erklärung kann auf Grund von Kothuboth 79b gegeben werden. B. Chisda verordnet liier, dass der Vater, der seine Kinder nicht ernähren will, auf einen Mörser in Mitten der Gemeinde gestellt werde und ausrufo: Der Rabe will Kinder, dieser Mann hingegen will keine: כפו ליה אסיתא בציבורא וליקום וליטא עורבא בעי בני וההוא נברא לא בעי בני. Raschi bemerkt: er oder der Gemeindediener werde deshalb auf einen Mörser gestellt, damit seine Verkündigung von Alien gehört werde. Dieselbe Erklärung giobt Raschi auch Moed katon 22 b Anfangswort כפו אס״תא. In ähnlicher Weise dürften noch andere Stellen, wo מלוכה vorkommt, zu erklären sein. Ob ״ פרוש מלוכיאder Mörser-Pharisäer‘4 in der berühmten Stelle .Sota 22b nicht hierhergehört? Es könnten solche gemeint sein, die ihr Pharisäerthum laut verkünden, in üblem Sinne zur Schau tragen. 24b: אמר רב ששת כי ניים ושכיב רב אמר להא שטעתתא. R. Scheschcth wendet diesen Ausdruck mit Vorliebe gegen Rab an; ausser unserer Steile noch Jebamoth 91a; 109b; Baba Kamma 47b; 65a; 67b; Nidda 60a; Bechoroth 23b. Jair Chajim Baclmrach RGA No. 152 meint. R Scheseketh habe mit der Bemerkung, Rab habe dies im Halbsehlummer gesagt, keinen Tadel aussprechen wollen. Vgl. Seder ha-Dorotk Schlagwort ששת, ed. Warschau II, 380b oben. 50a sagt R. Josef auf den Lehrsatz der Mischna: ,,Man darf die Schwester der verstorbenen oder der geschiedenen und dann nachher verstorbenen Frau oder Schwägerin (יבמה nach der Chaliza) heirathen,44 hier habe der Mischnaredacteur eine überflüssige Mischna gelehrt:כאן שנה רבי משנה שאינה צריכה, welche Regel auch in dem Commontar zur Einleitung in die Misclma, wclcho Samuel■ha-Nagid verfasst hat und die in den Talmudausgaben Ende Berachotli abgedruckt ist, erwähnt wird. Raschi meint, die Mischna sei überflüssig, woil sie selbsfcverstündlich ist, da dieser Lehrsatz in der Bibel ausdrücklich