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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1896-01-01 · Heft 2 · p. Seite 64

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
41 (1896-1897)
Issue
Heft 2
Article
Das apokryphische Esrabuch
Date
1896-01-01
Page
Seite 64 (sequence 16)
Language
German
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64 Das apokryphisdic Esrabuch. Aufzählung dor von ]);irius dun Juden ^cwäiu tcn Begütbstigungmi. Wahrend im 111. Esra nur an die Ldumäer der Befehl ergeht., die von ihnen besetzten Ortschaften Judäas zu verlassen, nennt Josephusldumäer, Samaritanerund die aus Cülesyrien; die diesen auferlegte Beisteuer zum Tempelbau beträgt dort 20 Talente jährlieh bis zur Vollendung des Heiligthums, in den Antiquitates im Ganzen 50 Talente. Und um auch aus dem letzten Absatze der ganzen Erzählung eine Abweichung zu nennen, weise ich zum Schlüsse darauf hin, dass es doch jedenfalls morkwürdig ist, wem! III. Ksra 5, 2 erzählt, die Juden seien nach Jerusalem jxsx* sipy'vr, */.al [isia {!דדס:‘/*(uv xal T’)[x7;avo>7 7tal at>Xa>v gezogen und von den zurtickblei benden Brüdern im Tanze begleitet worden, dagegen Joscphus XI, •J, 0 in seiner Schilderung p.cTa yaoä; xal Tvr-f^c. <J!aAX6;j.£\ 0׳. xal v.aia^cbp.svot v.al to׳c x׳>nfty.A01z nicht nur kein einziges Wort aus der Beschreibung des UI. Esra entlehnt, sondern ganz andere Instrumente nennt. Es ist diese!Tatsache nicht zu erklären, wenn Josephus dieses Buch in der Gestalt, in der wir es haben, benützt hat, selbst wenn wir ־■an nehmen, dass er den in dieser Quelle geschilderten Vorgang mit ganz anderen Worten und seiner eigenen Vorstellung gemäss beschreiben wollte1). VIII, 6, 1), damit der {Statthalter in den Provinzen nicht za mächtig werde (Vgl. Anabasis I, 1, 12; 9, 7). Der fäxov&jiodürfte dem Worte mich ein Fiuanzbeainter sein; vgl. Anabasis I, 9, 19 11־ os xiva 6p»c«Vß osivov ovta olv/Dou,ov ex :00 v.v.aioc xal naTotsy.süaC^vxd x~ rfi apyo״׳ y<öpa<; v.ai r.pocoSoo; ^otoOvTa, wonach er ein Verwalter ist, der über ein Gebiet gesetzt, war und die Einkünfte desselben abzuliefern hatte. Nimmt man noch die Meldung Xenopbons (Oeeonom. IV, 13 1Y.) hinzu, dass die Könige der Perser besondere Sorge für den Ackerbau trugen, den Anbau des Landos auf ihren Iteisen untersuchten und dieselbe Fürsorge von den Satrapen verlangten, 80 könnte man unter o׳xovopo6 den von dem Satrapen bestellten Aufseher des Ackerlandes verstehen (vgl. Duncker, IV, 155). Auch Cyropaed. VIII, 6, 16, wo von den Satrapen gesagt ist: ,,Wenn einer die Abtragung der Steuern oder die Beschiitzung der Einwohner oder den Anbau des Landes vernachlässigt hat oder sonst Etwas von dom Anbefohionon verabsäumt, Alles dieses wird von dem hernmreisenden Beamten in Ordnung gebracht,“ zeigt uns, wie die Aemter innerhalb der Provinz nach den einzelnen Wirkungskreisen organisirt waren. Wir sehen auch hier, wie schon in mehreren Pallen, dass der Verfasser der Erzählung vom Pagen Wettstreite über persische Verhältnisse gut unterrichtet war. l) Lupton bei Wace, Apocrypha I, 14, Note 2 macht darauf aufmerksam, dass das im III. Esra 4, 63 gebrauchte Wort exoOomCovxo und noch andero Bezeichnungen für Musik und Tanz in 4, 63—5, 3 an die Schilderung Herodots I, 62 über ägyptische Festlichkeiten erinnere. Es führen diese Erscheinungen meines Erachtens auf die griechische Quelle, welcher der Verfasser unserer Erzählung sowohl die auf die persischen

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