Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 41 (1896-1897)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Das apokryphische Esrabuch
- Date
- 1896-01-01
- Page
- Seite 63 (sequence 15)
- Language
- German
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Das upokryphisc.be Esrabuch. 63 um so ausführlicher geschildert, denn es war dem Verfasser hauptsächlich um die Darlegung dessen zu thun, weich’ hochstehende Fürsten und Rathgeber die jüdische Wahrheit anerkannt haben. ,,Der König sagte: Gelobt sei der Gott Serubabel’s, der ihm den Geist der Wahrheit verliehen hat, denn der Thron des Gottes der Wahrheit ist gegründet auf Wahrheit, und alles Andere ist nichtig. Und alle Fürsten, Vornehmen, Satrapen und das ganze Volk sagten: Wahrlich grösser ist dio Wahrheit als Alles, und Nichts in der Welt kann sich ihr gcgcnüborstellon, denn sie herrscht im Himmel und auf Erden und Alles ruht auf ihr, und wahr ist der Gott Serubabels, der in seinen Mund den Geist der Wahrheit gelegt hat, dio Wahrheit vor Gott und vor Menschen zu rühmen und zu preisen.“ Und um auch den oben behandelten Punkt betrettend die Reihenfolge der einzelnen Redner im Zusammenhänge mit Josippon zu berühren, bemerke ich noch, dass bei ihm die Pagen loosen, um die Ordnung ihrer Antworten zu bestimmen, und dass erst die Macht des Königs, dann die des Weines und als dritte die der Frau besprochen wird, genau so, wie cs die an die Darstellung des III. Esrabuches geknüpfte Erwägung erwies, wie ja in der That die’ Gewalt dos Weines über den König besonders hervorgehoben wird. So wie die Erzählung von dem Wettstreite der Pagen uns über das Verhältniss des Josephus zu seiner Vorlage belehrt hat, so bieten auch dio an dieselbe sich anschliessenden Verordnungen des Königs Darius manche Einzelheiten zur Beleuchtung der Frage dar. Aus der Nebeneinanderstellung von III. Esra 4, 47 rcpos;:avxac, xoö; olxovo'poDS xal xoTcdpya* xal axpaTrjoo^ xal aaxpd;ras mit Antiquit. XI, 3, 8 01 xorcip/a: xai 3׳axpd~at würde wohl nur folgen, dass Josephus seine Vorläge, die aber mit III. Esra identisch sein kann, gekürzt hat; dagegen scheint diese Annahme bei Vergleichung von 4, 4b 7cavxa covaxov xal T07capyy)v xal oaTpanyjv xal olx£vü[j.ov mit toö; ImipdTuo’x;!־סס; auiGö xal aatparcas, wo eine andere, wenn auch verschiedene Beamte umfassende Bezeichnung gewählt ist, nicht ebenso leicht möglich1). Doch bereitet der Annahme der Entlehnung bei Josephus noch grössere Schwierigkeiten die l) Der persischen Staatsverwaltung in den Provinzen dienten zwei Oberbeamte, der Satrap als Statthalter» dem Truppen in nicht zu grosser Zahl beigegeben waren» und dessen Aufgabe es war, den Gehorsam der Provinz und den Frieden innerhalb derselben zu erhalten; und neben diesem der Befehlshaber der Truppen, oxpoxmi(; mit den ytXCapyot und (ppoopapyoi, die dem König unmittelbar unterstanden (Xenophon, Cyropaed.