Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1896-01-01 · Heft 2 · p. Seite 61

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
41 (1896-1897)
Issue
Heft 2
Article
Das apokryphische Esrabuch
Date
1896-01-01
Page
Seite 61 (sequence 13)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2829132-2829696-2829699-2880246--27494-2880272
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

I)ns j pokrvpluscho Ksrnbuoh. öl Vorsoiiiodcinhuit in jeder Boziehung, nach Inhalt, Ausdruck und Gedankengang, die, wie ich glaube, di(! Behauptung zu hoher Wahrscheinlichkeit erhobt, (lass die Vorlago dos Josephus in den aut* der Bibel beruhenden Theilen des III. Esra wohl mit diesem gleichlautend, doch in der Ragongeschichto sowohl inhaltlich, als auch an Umfang von demselben vorschieden war1 2). In diesen Zusammenhang gehört auch die Frage über die Reihenfolge der im Wettstreite der Ragen vorgotragenen Antwollen. Das UL. .Esra buch und Josophus theilen übereinstimmend mit, dass als erste die Macht des Weines, dann die des Königs, zum Schlüsse die der Frau und der Wahrheit behandelt wurde, was gleichfalls für die Verwandtsehalt der beiden .Darstellungen spricht. Doch scheint Manches gegen die Ursprüngliehkeit dieser Aufeinanderfolge zu zeugen. In III. Esra 4, 14 •heisst es nämlich: ״Ihr Männer, ist nicht gross der König und sind nicht viel die Menschen und ist nicht mächtig der Wein? Wer ist\s nun, der ihnen gebietet, und über sie Herr ist? Sind es nicht die Weiher?a I)a sehen wir den dritten, die Macht der Krauen liervorhebondon Redner erst den König, darauf dio Menge der .Menschen und dann den Wein nennen. Dieselbe Ordnung woist 4, 15 auf: ״Dio Weiber gebaren den König und das ganze Volk, welches das Meer und Land beherrscht; von ihnen stammen her und von ihnen wurden aufgezogen Die, welche die Weinstöcke pflanzten, von welchen der Wein kommt.“ Ausser der abweichenden Reihenfolge, die den König vor dem Weine nennt, fällt die zwischen diese beiden Glieder der Aufzählung als selbstständiger Theil geschobene Mengo der Menschen, oder, wie sie im zweiten Satze heisst., das Volk, das Meer und Land beherrscht, auf. Sollte die Abfolge unbeabsichtigt und der Zusatz mir eine erläuternde Bemerkung sein־)? Nun heisst es aber in 4, 1: ,,Und es hob an der Zweito zu reden, der über des Königs Gewalt gesprochen hatte: Ihr Männer, sind nicht die Menschen übermächtig, welche das Land null das Meer und Alles, was 1) Jusippon fasst sich in diesem Thcile sehr kurz und hat nur ועתה אודיע למלך ולכל השומעים בי הבל המלך המושל בארץ והבלי היין המושל במלך והבל האשד, המושלת בשלשתן והאמת מושלת בכל אשד בשמים ובארץ בימים ובתהומות תחוק האמת נגד אלהים ואדם כי במבין האמת לא יכון השר,ר כי .על האמת נכונו שמים וארץ ואמת יי אלהינו לעולם ועד 2) Josephüfi scheint die zweite auffallende Krschoinung bemerkt zu haben, denn er lässt den störenden Theil des Satzes in beiden oben genannten Fällen weg und sagt: Mächtig ist der Wein und der König, dem Alle unterthan sind, doch ist mächtiger das Weib. Oder 8011 es bei ihm überhaupt gefehlt haben?

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.