Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 40 (1895-1896)
- Issue
- Heft 12 (September 1896)
- Article
- Jüdische Alterthümer in Worms
- Date
- 1896-09-01
- Page
- Seite 558 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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- Rashi 1× ep/1002670
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558 Jüdische Alterthiimor in Worms. ובית היה לצידוק הדין כאשר אדם אל עמדו נאסף . הוקם בשנת ישר בגיא!) יקיץ וורוע קדשו יחשף . ולעמו ונחלתו יכסף. Dies ־wird auch durch eine Inschrift bestätigt, welche ich in der Nische selbst entdeckte. Sie ist sehr verwischt, und ich konnte nur folgende Buchstaben herausfinden: על מושב זה ישב .... אופפיג... Diese genügen aber, um nach dem Gesagten, David b. Josua Oppenheim als Erbauer der ״Jeschiba44 hinter der Synagoge zu erkennen. Trotz aller dieser Zeugnisse, bekamt die Sage darauf, dass Easchi in diesem Gebäude sein Lehrhaus aufgeschlagen hatte, und nennt es Raschi-Kapelle. Dicht neben der Inschrift, welche David Oppenheim als Urheber ausgiebt, bängt eine Inschrift aus dem Jahre 1855 des Inhalts: בהתנדב לב אחינו בני ישראל קרובים ורחוקים להביא כסף נדבותיהם להקים מחורבנו לזכרון עולם את בית המדרש של מאור הגולה רש״י וצוק״ל נתחדש שנית בעוהי בשנת ה׳ אלפים תרט״ו ליצירה. Rasch! lehrte also in einer Jeschiba, welche anno 1624 erbaut wurde! — Die Sage klammert sich immei־ an grosse Namen. Schon vor Erbauung der Raschi-Kapelle wussten die Wormser von einem בית הכנסת של לש״י und von einem בית הסדרש של רש״י zu erzählen, (Levysohn, S. 101). Möglich, dass Easchi während seiner Studienjahre in Worms in dem Einen gebetet, in dem Andern gelernt hatte. Aber von einer Lehrthätigkeit Raschi’s in Worms wissen die Quellen nichts. Jedenfalls war die Raschi-Kapelle nicht das Lehrhaus Raschi’s. Sie ist, wie wir wissen, erst anno 1624 entstanden, und von Elieser b. Samuel 1559 noch nicht gekannt (s. N 4). Auch Juspa, Schreiber in Worms von 1648—1678 kennt nur ein בית הכנסת של רש״י; ein בית המדרש של רש״י soll es nach ihm in früheren Zeiten gegeben haben. Die Raschi-Kapelle bat also mit Easchi nichts zu thun, und man soll diesen grossen Lehrer, 1) 386 1626,