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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1896-09-01 · Heft 12 (September 1896) · p. Seite 530

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
40 (1895-1896)
Issue
Heft 12 (September 1896)
Article
Die Chronik des Achimaaz von oria (850-1054)
Date
1896-09-01
Page
Seite 530 (sequence 2)
Language
German
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530 Die Chronik des Aehimaaz von Oria. Gefallen gefunden, dass er ihn sofort bei sich behielt und in seine Dienste auf nahm1). Die Vorgänge, von denen zu Aehimaaz nur eine abgeblasste Kunde gedrungen sein kann, dürften dem Feldzug der Araber im Jahre 962 entnommen sein, in welchem Süditalien von dem Kamen Almuizz wiederhallte, Hatte doch Taormina damals nach seiner Erstürmung durch Ab ul Husein nach dem Befehle des Chalifen den Namen Muizziah erhalten. Das Waffenglück der Fatimiden bei der Eroberung von ßometta, die im Jahre darauf erfolgte, und bei der Unterwerfung der Aufständischen, die den Kaiser von Byzanz, Nikephoros Phokas, von den Arabern der Sklave genannt, zu Hülfe gerufen hatten, schien damals seinen Gipfelpunkt zu erreichen2). Fast lag Italien völlig vor den Saracenen offen, in denen leicht der Glaube entstehen konnte, dass sie bald die Herren des ganzen Landes sein würden. Diese Hoffnung scheint die astrologische Anekdote wiederzuspiegeln, die an den Namen Paltiel’s anknüpft. Ein glückliches Horoskop, im Folk-Lore stets die Vorstufe zu wunderbarer Erhöhung der Hofastrologen, soll Paltiel bald in den Augen seines Herrn die höchste Gunst haben finden lassen. Als sie einst zusammen den Himmel beobachteten, schien der Stern des Almuizz drei andere, und zwar nicht auf einmal, sondern der Eeihe nach zu ,,verschlingen“. Nach der Deutung befragt, liess Paltiel dem Kaidh den Vortritt, der in diesem Himmelszeichen die bevorstehende Eroberung der drei Städte Tarent, Otranto und Bari vorher verkünd et sah. Grösseres verheissen die Sterne, entgegnete Paltiel. Nicht die Herrschaft über drei Städte, sondern über drei Reiche lässt der Himmel dir vorherverkünden. Der erste Stern bedeutet deine Regierung in Sicilien, der zweite die in Afrika, der dritte die in Bologna3). Gehoben und beglückt durch diese Yerheissuug, soll Almuizz dem Orakelspender damals bereits verheissen haben, dass er ihn zu seinem Grossvezir einsetzen werde, wenn seine Deutungen der Sterne sich erfüllen sollten. Nicht sieben Tage soll es gedauert, haben, als aus Sicilien die Botschaft einlief4), der Emir sei gestorben und Almuizz *) Die verderbten Worte, p. 125, Z. 26: ונתנו בחץ müssen nach Jer. 6, 27 in: ונתנו בחון verbessert werden. מעין נגירו dürfte: zu seinem Vezir zu übersetzen sein. 2) Amari, a. a. 0., 257 ff., Quatremere, a. a. 0., III, 65 ff. 3) P, 126, Z. 2: בבולוניאה. Hach dem späteren Erfolge würde man hier Egypten statt Bologna’s erwarten. 4) Ib. z. 5 ist für ואלמעוו zu lesen: ואל אלמעוו.

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