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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1896-07-01 · Heft 10 (Juli 1896) · p. Seite 453

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
40 (1895-1896)
Issue
Heft 10 (Juli 1896)
Article
Studien über Joseph Kimchi
Date
1896-07-01
Page
Seite 453 (sequence 11)
Language
German
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Studien über Joseph Kimchi. 45Ü עקלקלות (Ri. 5, 6), deswegen, weil vier Dinge erwähnt werden, von denen je zwei im Gegensatz mit einander stehen, indem das eine Paar giebt, das andere nimmt. Der יעצר רחם der Mutterleib, giebt, שאול, die Unterwelt, nimmt; die Erde giebt die!Feuchtigkeit an die Alles unersättlich aufsaugende Sonne. Wegen ihrer Unersättlichkeit heissen sie auch הב הב ״.gieb, gieb“•1 2). עצרת (Lev. 28, 36 Num. 29, 35-). Die Bezeichnung für das Schlussfest ist gemäss der Grundbedeutung des Verbum ,,zurückhalten‘1 aufzufassen, als Zurückhaltung von der Arbeit: ממלאכה שלא יעשו. Ebenso bedeutet עצרת בוגדים (Jos. 9, 1) Diejenigen, die derartig vom Trieb nach Lug und Trug zurück־■ 1) Im ם׳ חקה L c. werden für die Umstellung als Beispiele angeführt כשבד. כבשה, שלמה שמלה• — Mit derselben Etymologie, jedoch in anderem Sinne, erklären es Mose Kimchi (Pseudo-IB.l und, der andere dem IE. zugeschriebenen Comm. (ed. Horowitz p. 43), letzterer nicht als eigene Ansicht. Nach diesen ist es eine Bezeichnung’ für ״verkehrt“ im Sinne von ״unrecht“, gleich עוות, mit Hinweis •auf משפט מעוקל (Habak. 1, 4), ־weil die vorerwähnten vier Geschlechter Verkehrtes und Unrechtes fchun. — Ganz anders lautet die Erklärung dieses schwierigen Wortes bei Serachja b. Seh’aitiel in seinem Mischlecomm. (Imre Daath, ed« Schwarz, Wien 1871) p. 82. Dieser leitet das Wort ab vom arabischen ״ טלקhängen“: והיא מלה יוצאת מן הערבי שהתעלוק הוא ענין תליה• Gemeint sei die ganze Art und Weise des Werdens, das von zwei verschiedenen Eigen schäften abhängt und bedingt wird, und zwar der des Schaffens und der de3 Aufsichwirkenlassens עני; ד״ויה מפני שהיא תלויה בשתי איכיות פועלות ונפעלות. Späterhin erklärt er es im Einklang mit der Ansicht derjenigen Exegeten, die es als blutsaugendes Insect auffassen, jedoch auch nach dem arabischen in der Bedeutung ״hängen“, indem dieses Insect gewiss er massen nur an seinem Munde za hängen scheint, in Ermangelung von Küssen. Nach der Bedeutung im Arabischen sei die romanische Bezeichnung שכנטורא zu erklären ומה שאמרתי לך בשם עלוקה שהוא מושאל מעדן תליה לפי הערבי הוא מה שראיתי בספרד שלועזים בארצי שנגטורא והיא התולעת שמוצץ הדם בבכי אדם ולעזו אותו כן מפני שראו ששם זח התולעת נקרא כערבי עלקה ושמה מושאל מתלייתה על פיה בעת שהיא מוצצת הדם כי אין לה רגלים שתהיה תלויה בהם כשאר כעלי חיים. DIU, der es auch als־ solches Insect auffasst, und zwar nach dem Talmud, bemerkt וכן לעז המתרגם לערלים אור"ני. Saadia, nach einer Mittheilung von DK., erklärt es mit העדר ,,das Nichtsein“, das in zwiefacher Beziehung als ״Untergehen des Bestehenden“ und ״Ueberkaupt nicht in’s Leben treten“ aufzufassen ist. Hiermit stimmt auch überein, was IG. im Wb. 530, 31 mittheilt: פפר פיה אלעדם, was, nach Note 50 ibid. Ibn Tibbon mit החפר wiedergiebt. Erwähnt sei noch die merkwürdige Ansicht des B,,Jacob Tarn in Tosafot Aboda Sara 13 a Schlagwort לעלוקה, wonach es nicht als Bezeichnung für die Unterwelt, sondern als Name eines Salomo zeitgenössischen Weisen aufzufassen ist. 2) Set. Hag., p. 136.

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