Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 40 (1895-1896)
- Issue
- Heft 10 (Juli 1896)
- Article
- Beiträge zur Erklärung des Buches Hiob
- Date
- 1896-07-01
- Page
- Seite 439 (sequence 7)
- Language
- German
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Beiträge zur Erklärung des Buches Hiob. 439 ab?“ So setze ich auch das parallele ישכיב, das Szold nicht in der Bedeutung ״niedersenken“, sondern ״ruhen, schweben lassen11 nimmt, auf Grund einer Metathesis einem יכביש gleich und ־vindicire ihm die Bedeutung ,,zusammenbinden, -pressen44, die es sowohl im Feuhebr. wie im Talmud hat. Wenn dort jedoch כבש im Qal gebracht wird, so verweise ich auf das K’thib Jer. 34, 11 (ויכבישום, Qre ויכבשום). — Da nun hier nicht vom Regengüsse, sondern vom Zurückhalten des Regens die Rede ist, so ist auch בצקת nicht von ״ ציקgiessen“־, sondern von 1צ ״eineiigen, zusammendrängen44 abzuleiten; ״indemEr den Erdstaub zusammendrängt zum Eng-, Festwerden, sodass die Schollen fest aneinander liegen“; vgl. 41, 16. Das ist der Zustand der Erdoberfläche zur Zeit der Dürre und des Regen־ mangels. Es bilden somit Vv. 37. 38 den Gegensatz zu obigen Versen, welche das schaurige Regen- und Sturmwetter schildern. 39, 8. יתור kann wohl Subst. v. יתר (vgl. 1. Sam. 15, 15 והיותר) sein; vgl. יבול V. יבל (Mg.). Gemeint ist, dass die Gemse die Feberbleibsei abfrisst, die andere Thiere nicht mehr erreichen konnten und übrig Hessen. 39, 12. ישוב ist frans.; vgl. Hum. 10, 36 und zu Hi. 42, 10. S. auch meinen Aufsatz: ״Form und Inhalt der Bundeslade44. 39, 13. Zu D. QimchPs Erklärung, dass (״ כנף (רבניםder Pfau44 sei, der sich mit seinem Gefieder brüstet, verweist Mg. noch auf ein Citat aus Beresch. rabb. VII, 4 zu Gen. 7, 14 (richtiger: 1, 21), wo עוף בכף durch (׳uaux;) וה הטווס erklärt wird. — Man möchte nun die Schwierigkeit, unter welcher die Erklärung des Verses bisher litt, am besten dadurch heben, dass man für רבנים, das keinen rechten Sinn giebt, תנים liest, was ja leicht einleuchtet, wenn man bedenkt, dass רנ zusammengeschrieben ein ת ergiebt. תנים wäre dann ohne Zweifel an unsrer Stelle als Vogel zu fassen, trotzdem inan es gewöhnlieh durch ״Schakale“ erklärt; dafür spräche besonders, dass es Jes. 43, 20 mit ״ בת היענהStrauss44 zu den Thieren des Feldes (vgl. V. 15) gezählt und ib. 13, 22 resp. 34, 14 zusammen mit איים genannt wird, das wohl (? Red.) nichts Andres ist als der plur. von ״ איהGeier“. חסידה, ein Thier, das in Talmud (bab. Chul 1. 63a) eine Geierart ist, (vgl. Lewysohn, Zoologie des Talm. § 204) passt also sehr gut Mer in die Gesellschaft. Dass es hier ״Storch44 bedeutet, darf bezweifelt werden; die Bedeutungen dürften sich verschoben haben. Vielmehr ist hier das ״zahme44 oder das ״schmachvoll handelnde" Thier gemeint, das seine Jungen im Stiche lässt. — Ich mache jedoch noch darauf aufmerksam, dass אי nach dem Arab. wohl den