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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1896-07-01 · Heft 10 (Juli 1896) · p. Seite 435

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
40 (1895-1896)
Issue
Heft 10 (Juli 1896)
Article
Beiträge zur Erklärung des Buches Hiob
Date
1896-07-01
Page
Seite 435 (sequence 3)
Language
German
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Beiträge zur Erklärung des Buches Hiob. 435 36, 14. בנצד kann liier wegen des parallelen בקדשים nicht die Bedeutung ״Jugend11 haben, sondern ״Unsittlichkeit. Blutschande“- Man vgl. Dt. 22 die Schreibart נער (K’tkib) fiir כעדה, weil es sich um Fälle handelt, bei denen die Unsittlichkeit zu erörtern ist. Darnach hängt das Wort sicherlich mit עררה, von Wrz. ״ ערentblössen“ zusammen (G־en. 8, 21 מנעוריו? Auch der Midrasch sieht die Sünde des Sündfluthgeschlechte-s in einer grenzenlosen, abscheulichen Unsittlich keit). 36, 21. Hiob war darauf hillgewiesen worden, zu welchen Sünden der Reichthum seinen Besitzer treiben könne. Hur wenn er sich nicht dem Unrecht liingiebt, erweist er sich besser, wie der Anne. Es ist בהרת und מעני zu lesen. Yielleicht ist der Gebrauch von און und עני (an! Ende der Satztheile) beabsichtigt, um die beiden Worte an einander anklingen zu lassen. 36, 24. Die jüd. Erkl. gehen bei der Erklärung des Wortes שררו einer Ableitung von ״ שירbesungen“ aus dein Wege. Mit Recht; denn man fände den Gedanken der Thaten Gottes im Hiob unbelegt, und auch das Folgende spricht elagegen (Umbr., ßosenm.). Die Ableitung des Wortes von ״ שורschauen“ (vgl. שררי im Ps. wiederholt ״Lauerer“) lässt sich hier nicht weg streiten. Die Stelle lautet vielmehr: ״Bedenke, dass erhaben ist Sein Thun, welches zu sehen streben (oder: staunend ansehen) die Menschen“. Wie kann Dill, auf 33, 27 hinweisen, um die Bedeudung ,,singen“ festzustellen? 36, 27. Die Ableitung des י1קר von וקיו ,,läutern, durch sickern lassen“ ist nicht prägnant genug. J. A. Alt־־ sehuler (מצולת ציון) bringt es mit ״ יצקgiessen“"'zusammen, was bei dem im Hiob sehr häufigen Wechsel der Zischlaute wohl angängig erscheint. So auch Szold. Ygi. 24, 1. 30, 13, (Ich fand übrigens,, dass auch J. Schwarz, Tikwath Enosch i. e. Liber Jobi, z. St. übersetzt: ״Gefesselt bleibt der Regen in dem Nebeldunst“.) Darnach würde יוקר mit וקים ״Fesseln“ Zusammenhängen. 36, 28. רב ist nicht nach Gen. 50, 20 mit אלם zu verbinden, wogegen auch die Massorah wäre, da sie אדם רב nicht durch Maqeph verbindet. רב hängt vielmehr mit □רביבי ״Regenschauer“ zusammen, sei es, dass es gleichfalls Subst-.־ oder Infin.-Bildung ist. 36, 32. 33. כבים scheint mir hier gleichbedeutend mit שמים zu sein (daher auch Dual) und (nach dem aram. (כיפה ״Wölbung“ zu bedeuten. Gemeint sind auch die den Himmel 28*

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