Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 40 (1895-1896)
- Issue
- Heft 9 (Juni 1896)
- Article
- Juda Halewi und sein egyptischen Freunde Samuel b. Chananja und Ahron Alamani
- Date
- 1896-06-01
- Page
- Seite 418 (sequence 2)
- Language
- German
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418 Juda Halewi und seine egyptischen Freunde. kleine Gedicht nur eine Blume aus dem Kranze wäre, den Juda Halewi. um das Haupt Samuel b. Chananja’s zu 1111־־ sterblichem ]Nachruhm für ihre ]Freundschaft gewunden hat? So verlockend diese Annahme ist, so genügen doch drei gleichlautende Anfangsworte nicht, um sie zu unbedingter Sicherheit zu erheben. Mehr aber als diese drei Worte sind uns in Folge eines tückischen Zufalls von dem Eingang dieser Epistel Juda Halewi’s nicht erhalten geblieben 1). Weiter hinaus als über die Wahrnehmung des merkwürdigen Zusammentrefifens dieser Worte führt uns auch die Betrachtung des ganzen Briefes nicht. Wir haben, als hätte der Zufall uns necken und die so nahe liegende Annahme in ihrer Ent- Stellung gleich zerstören wollen, kein Mittel mehr, zu entscheiden, ob der angeblich alexandrinische Vierzeiler nicht einst im Eingänge dieser Epistel Juda Halewi’s seine ursprüngliche Stelle gefunden hat. Ha war es denn ein ganz besonders günstiges Zusammentreffen, dass die Sicherung dieser Vermuthung durch ein Blatt mir in die Hand gespielt wurde, das mit anderen kostbaren Denkmälern aus den! unerschöpflichen Schatze der Genisa zu Kairo in meinen Besitz gelangte. Als hätte ein Zufall gut machen wollen, was der andere versündigt hatte, lag hier auf einem einzigen Lagenblatte eines Diwans Juda Halewi’s in der Grösse von 16x12 cm, 12 Zeilen auf jeder Seite, der Anfang unseres Briefes und mitten darin in voller untadeliger Erhaitung, durch die auf einmal alle Entstellungen der schlechten Heberliefernng beseitigt waren, der bisher wie ein heimatloser Schatten mnherirrende Vierzeiler vor mir. Aber auch die poetische Adresse des Briefes, die uns in Lazzatto’s Bearbeitimg (Virgo 113) vorlag, erfährt durch das unerwartete handschriftliche Zeugniss einige werthvolle Ergänzungen und Aenderungen. Sie lautet nach der arabischen Ueberschrift אל ענואן Adresse in der Abtheilung und Rechtschreibung der Handschrift: לחשרת נשמנו והדרת שמינו וגזרת לשמינו וקטורת סמנו ותימורות בשמנו ומשמרת אסמינו מתו ורבנו פרשנו ורכבנו קשתנו וחרבנו וכבוד אל ברך־בנו ־נ) Ib. p. L10. Harkavy hat in seiner Ausgabe der Gedichte Juda HalewPs Ed־ Achiasaf I, 16L den fragmentirfcen Anfang des Briefes einfach weggeiassen.