Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 40 (1895-1896)
- Issue
- Heft 9 (Juni 1896)
- Article
- Studien über Joseph Kimchi
- Date
- 1896-06-01
- Page
- Seite 412 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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412 Studien über Joseph Kimchi. אחטם (Jesaja 48, 9 1) hängt zusammen mit חטם ,,Nase“ und ist zu übersetzen mit langmüthig sein, gleich אאריך אפי חלמות (Hiob 6, 6* 2 3) die Bezeichnung für das Gelb ei bedeutet eigentlich das ,,Gesunde“; es hängt zusammen mit ותחלימגי ותחייכי (Jes. 38, 16) denn es giebt nichts Gesünderes als das Gelbei4). חמנים (Lev. 26, 30, Jes. 17, 9. 27, 8 5 6) bedeutet, zusammenhängend mit ״ חמהSonne“ die zur Verehrung der Sonne bestimmten Stätten13). חף (Hiob 33, 9 7 8 * * * *). Seine Bedeutung dem Sinne nach ,,rein, lauter“, hängt zusammen mit der Grundbedeutung des Stammes ,,bedecken“ und ist eigentlich zu verstehen als מכסה וכיות ,,bedeckt mit Verdiensten“, so wie es vom Gegentkeil heisst: כסוי חטאה, (<J> 32, 18). Demgemäss bedeutet auch 1) Sef, Hag*, p. 100, 2) Diese Erklärung linden *wir schon bei Ibn Baläm z. St. in B.BI.,. XXIII p. 53 ״ הדא פעל צדד ען אלאסם אלדי הר חטםdieses Wort ist herzuleiten, vom talmudischen ד1טם“. Ebenso in IG. Wb. 220 Oxforder Bandglosse Gl 27, wo es als ־״rhetorische Pigur“ bezeichnet wird, wohl entlehnt aus Ibn Baläms Buch über die yerba denominativa״. Die Glosse 26 stellt es zusammen, mit dem arabischen ״ כטםdie Hase lang hin ziehen“. Saadia in ZATW X, 30, übersetzt es auch mit ״langmüthig sein“. 3j Hag., p. 38 und Biob-Comm. (Schwarz p. 153). 4) Nach. 1)K. Wb. bedeutet es den gesunden Zustand des Menschen, da dann sein Auswurf ohne jeden Geschmack ist. 5) Sef. Hag, p. 101. 6) Derselben Erklärung begegnen wir auch hei IE zu Lev. 26, 30, während er zu Jes. 17, 9 es als Götzenbilder, bestimmt zur Sonnen- Verehrung, ähnlich dem מרכבות השמש auffasst; auf diese beruft^sich auch JK an unserer Stelle. Nach Raschi sind es Götzenbilder, die auf den Dächern gerade in der Sonnenseite stehen. Saadia giebt es sowohl im Pentateuch, wie in Jesaja (ZATW IX, 34, 52) mit dem uns nicht ganz klaren אכדאד wieder. Die Kouener Glosse bei IG Wb. 284, Nr. 27 bemerkt, dass es theils durch אזלאב, theils durch אזנאם erklärt wird und fügt hinzu: ״ והי אלאצכאםdas sind Götzenbilder“, ln dem von JK bei Menachem bekämpften Sinn von אשרות fasst es auf Saadia ibn Da nun Wb. 786, 1—2, indem er dies für das Richtigere hält. ז׳) Sef. Hag. p. 97. 8) In demselben Zusammenhang mit der Grundbedeutung, doch in anderem Sinn, fasst es auf IG, der es übersetzt: עף אנא אי עפיף מתואצע כאן עליה טלה מן אלחלד יפתכן״תחתהא ü. h. sich alles Unerlaubten enthalten, eigentlich einen bescheidenen Sitz einnehmen, als wenn man über sich fühlt die Obhut der Vorsehung, unter der man sich geborgen fühlt.