Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 40 (1895-1896)
- Issue
- Heft 9 (Juni 1896)
- Article
- Das Fragmenten-Targum zum Pentateuch, sein Ursprung und Charakter und sein Verhältniss zu den anderen pentateuchischen Targumim
- Date
- 1896-06-01
- Page
- Seite 404 (sequence 9)
- Language
- German
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404 Das Fragmenten-Targum zum Pentateuch. Jerusehalmi durch אדבר להוני wiedergegeben (Aruch, Art, 1 הן). Hierzu vgl. man g. r. 79, 17 א״ל ואין אתה מתירא :מדוכסי. .. א״ל ואני אתנהלה לאטי להרני להוני אני מהלך כמא דתימא את מ־ השילוח ההולכים לאט. Man sieht deutlich, es handelt sich hier keineswegs uni eine bereits bekannte, feststehende Heber Setzung־, sondern um eine selbständige Erklärung, deren Berechtigung erst nachgewiesen werden soll. Wenn daher dieselbe Uebersetzang ללוגי für לאטי auch im Targ.-Jerusehalmi enthalten war, so wird diese Ueberein- Stimmung hier zweifellos auf eine Entlehnung aus G. r. zurückzuführen sein. Das Gleiche ist auch der Fall ־l9 '־, ib. 43, 10. Nach Aruch (Art. 2 לוו) waren die Worte בטנים ושקדים auch im Targ.-Jerusehalmi, wie in g. r. 91,13 durch (!משח הבטנים ומשח דלוזים ■wiedeigegeben. Auch hier zeigt der ganze Zusammenhang in G. 1\, dass es sich offenbar nicht um eine bekannte [Jehersetzung, sondern um selbständige Erklärungen handelt, die, wie es scheint, R. Juda, dem Sohne Rabbi’s angehören* 2). Endlich liegt auch * 10, Num. 31, 50 eine Abhängigkeit des Targ.-Jeru״ schalmi vorn jerusalemischen Talmud klar zu Tage. Da״־ selbst werden (Sabbath 6, 4) die an dieser Stelle genannten Schnmcksachen אצעדה צמיד טבעת עגיל וכומו von r. Juda folgen dermassen erklärt und ihrer Bedeutung nach festgestellt: צמיד שיריא כמה דאת אמר (xepoUXiov) אצעדה וו כדופסרה והצמידים על יהיה ,טבעת‘ עיוקיא ,עגיל קרשייא כמה דתימר ועגילים על אזניך ,וכומו יש אומרים וה טפום של רחם וי״א וה טפום ג) So nach Aruch, Art. 2 לון; vgl. auch Theod., M. S., Jahrg. 39, S. 439, Anm. 8. Unsere xkusgg. des G. r. haben דשקדים statt דלווים. 2) Wir verweisen hier ausserdem noch auf Gen. 49, 3, wo Frgm.־ Targ. die Worte כחי וראשית אוני־ durch חיילי ושיר וי צערי wiedergiebt, entsprechend dem שירוי חילי וש״רוי צערי in G. r. 98, 5. Die Abhängigkeit von G. r. ist hier um so sicherer anzunehmen, da Fragm.-Targ. diesem Midrasch hier auch sonst vollkommen folgt (vgl. oben S. 364). Wenn dagegen Targ.-Jeruschalmi Gen. 34, 12 מחר ומתן mit פורץ וכתובתא übersetzt ist, und andererseits dieselben Worte in G. r. 79, 7 durch מוחר פרנון מתן פרא פורכון erklärt werden, so wird man hei der Geläufigkeit dieses Ausdrucks für ״Morgengabe“ oder ,כתובד (vgl. z. 13. G. r. 17, 3) hier sicherlich nicht an eine Entlehnung aus G. r. denken dürfen, zumal dieser Ausdruck auch sonst hei Jerusehalmi wiederholt, und sogar als Zeitwort vorkommt (vgl. Aruch, Art. פרן). Dasselbe gilt auch noch von G. 16, 7, wo Targ.־Jerusehalmi ebenso ־wie G. r. 45, 10 שור durch חלוצח wiedergiebt; da dieses Wort auch sonst stets in diesem Targum so wiedergegeben ist (vgl. Aruch, Art. 2 חל־ץ), so ist eine Abhängigkeit von G. r. an dieser Stelle ausgeschlossen.