Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 40 (1895-1896)
- Issue
- Heft 9 (Juni 1896)
- Article
- Das Fragmenten-Targum zum Pentateuch, sein Ursprung und Charakter und sein Verhältniss zu den anderen pentateuchischen Targumim
- Date
- 1896-06-01
- Page
- Seite 405 (sequence 10)
- Language
- German
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Das Eragnieaten-Targum zum Pentateuch. 405 של דדים. Es ist klar, Mer kann von einer ,,Targumstelle“ ׳ oder sonst von einer bereits bekannten Ueb er Setzung keine Rede sein. Alles vielmehr an dieser Stelle weist darauf Lin, dass es sich hier lediglich um eine Erklärung handelt, bei welcher die Bedeutung der einzelnen Ausdrücke, zum Theil durch Berufung auf Parallel stellen, erst eruirt werden soll. Dieser Erklärung entspricht aber genau die Uebersetzung des Targ.-Jeruschalmi, die zwar weder bei ]?rag 111־.-Targ. noch bei Jonathan richtig wiedergegeben ist, jedoch mit Hilfe von Citaten bei Aruch sich zuverlässig feststellen lässt (vgl. die Artt. 4 שר ר2 קטל und תד). Danach waren diese Worte in diesem Targuni folgendermassen übersetzt: קטלי ן מן אדרעיהון ,ושיחין מן יד י הו ן ,עזקיא מן אצבעותיהון קדישיא מן א ו דניה ו ן מערכין מבי דדיהון, also vollkommen übereinstimmend mit der Erklärung 11. Juda’s, wie denn auch die Hinzufügung מן אודניהון ,מן ידיהון. u. s. w. deutlich an die von ihm beigebrachten Belegstellen erinnern. Yon einem ,,hohen Alter“ unserer palästinensischen Targumim — das darf wohl als sicheres Ergebniss dieses ausführlichen Quellennachweises angesehen werden — kann somit füglich nicht mehr die Rede sein. Schon das ihnen zu Grunde liegende Targ 11 m Jer 11 schalmi, aus dem sie beide hervorgegangen, war, wie die weitreichende Abhängigkeit von den Taimnden und jüngeren Midraschim beweist, eine verhältnissmässig sehr junge Arbeit, die frühestens in die zweite Hälfte des 7. Jahrhunderts zurückreicht, walirscheinlieh aber noch jünger ist. Um wie viel später die Compilationen aus diesem Targmn, unser Fragmenten-Targuni und Jonathan, angelegt worden sind, lässt sich mit Sicherheit nicht feststellen. Da immerhin eine geraume Zeit bis zu ihrem Zustandekommen verflossen sein dürfte, so wird man ihre Entstehung jedenfalls nicht früher als in das 8. Jahrhundert zurückverlegen dürfen. Bei Jonathan, welcher vielfach auffällige Berührungspunkte auch mit sehr jungen Haggada- Werken, wie P. d. R. E. und דברי הימים דמשה aufweist (vgl. Zunz, G. Y. 2s S. 76a und S. 287 c), wird man sogar noch weit tiefer hinabsteigen müssen.