Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1896-06-01 · Heft 9 (Juni 1896) · p. Seite 400

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
40 (1895-1896)
Issue
Heft 9 (Juni 1896)
Article
Das Fragmenten-Targum zum Pentateuch, sein Ursprung und Charakter und sein Verhältniss zu den anderen pentateuchischen Targumim
Date
1896-06-01
Page
Seite 400 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
81% known words query
IRI
…/2829132-2829682-2829692-2879991--27206-2880023
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

400 Das Fragmenten-Targum zum Pentateuch. Äboda-sara 3b tiaclirt nämlich R. Juda im Kamen RabV: שתים עשרה שעות הוי היזם, שלש הראשונות הקמה יושב ועוסק בתורה, שניות יושב ודן את כל העולם כולו י . . שלישיות יושב וזן את כל העולם פולו מקרני ראמים ער ביצי כינים, רביעיות יושב .ומשחק עם לויתן Was nun die Angabe für das letzte Viertel des Tages betrifft, so wird sie im Talmud selbst weiterhin fallen gelassen und eine andere ״Beschäftigung“ dafür einzufLigen versucht. Das Targum Jeruschalmi substituirt dafür מורג נבר לאיתא offenbar mit Rücksicht auf die bekannte Antwort B. Jose's b. Chalafta in Gen. r. 68, 4 auf die Frage einer Matrone, was Gott denn eigentlich seit der Weltschöpfung thue. Jonathan fügt ausserdem noch hinzu וגזר למררמט ומאיך und spielt damit auf die an diese Erzählung sich anschliessende Bemerkung R. Berechja’s an: א״ר ברכיה בלשון הוד, השיב־ ר׳ יוסי בר חלפתא הקב״ה יושב ועושה סולמות משפיל לוה ומרים לוה. ib. 32, 14 giebt Frgm.-Targ. die Worte ודם ענב תשתה ־ חמרwieder durch אמר משה נביא, אין נטרין הינון בני ישראל מצוותא דאורייתא מן ענבא חדא יהוין שתיין כור דהמר, also חמר wie הומר; ebenso Jonathan מן ענבא הד מפקין כור.חד. Kethuboth 111b. ואין לך כל ענבה וענבה שאין בה שלשים נד־בי יין שנאמר ודם ענב תשתה המר אל תקרי חמר אלא הומר. Jonathan giebt ausserdem auch עם הלב כליות הטה durch די הוון גרגירי חיטיהון דדך מליין דתורי wieder entsprechend der im Talmud daseihst voraufgehenden Deutung dieser Schrittst eile .אמרו עתידה חטה שתהא כשתי כליות של שור An nahezu 100 Stellen zeigt sich demnach das Targum- Jeruschalmi von jüngeren Quellen abhängig, darunter allein von Genesis rabba an mehr als 50 Stellen. Eine gleiche Abhängigkeit, wenn auch bei Weitem nicht in dem. Masse, wie für die haggadischen Zusätze, lässt sich auch in Bezug auf einzelne Uebersetznngen dieses Targiims nachweisen. Dass manche ״ganz mit dem jeriisalemischen Targum übereinstimmende“ Uebersetznngen einzelner Schriftstellen im jeriisalemischen Talmud, namentlich aber in Genesis rabba sich vorfinden, hat bereits Zunz (G. V.2, 78 f.) bemerkt. Er geht jedoch hierbei fälschlich von der Annahme aus, als ob in diesen Werken selbst nur ״Targum־■ Steilen“ mitgetheilt würden, und da auch nach Zunz das ״jerasalemische Targum“, wTeil jünger als sie, unmöglich das Targum sein kann, aus dem sie angeblich citiren, so zieht er daraus den Schluss, dass das ״jernsaiemische Targum bereits ältere freiere Targumim

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.