Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1896-06-01 · Heft 9 (Juni 1896) · p. Seite 394

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
40 (1895-1896)
Issue
Heft 9 (Juni 1896)
Article
Beiträge zur Erklärung des Buches Hiob
Date
1896-06-01
Page
Seite 394 (sequence 10)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
88% known words query
IRI
…/2829132-2829682-2829692-2879990--27199-2880017
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

394 Beiträge zur Erklärung des Buelies Hiob. dass sich im gen. Cod. 1106 im Targ. z. St. in der Paraphrase des Wortes אבות eine dreifache Eecension findet, deren erste mit der ־ans vorliegenden übereinstimmt. Port heisst es: היך לגינין ל״א לקינין ל״א זרנוקין. J3as letzte Wort (ורנוקין), das im Talmud mehrmals vorkommt, wird Baba bathra 167 a von R. Samuel b. Meir (רשב״ם) durch פגויצ״א erklärt, welches dem nur noch im Baskischen vorkommenden zaguia (״Lederschlauch“) entspricht. 32, 21. 22. בנח bedeutet nichts anderes, als das Benennen mit einem ehrenden Beinamen, das Vermeiden des Gebrauchs des Vornamens (nhb. כנוי vgl. Ges. Lex.)־, so auch hier. Man beachte (vgl. Gersonides)״ dass Elihu im Folgenden Hiob bei Namen nennt (schon V. 12). * 33, 16. ובמסרם scheint, dem 1א entsprechend, Zeitbestimmung dafür zu sein, wenn Er das Ohr des Menschen wieder verschliesst. Aus dem Umstande nun, dass sich das Ohr für höhere Einflüsterungen des Nachts öffnet, ־wenn sich Schlummer und Schlaf auf die Menschen senkt und Traumgebilde an seiner Seele vorüberziehen, ergiebt sich schon, dass es sich sclüiesst, wenn der nächtliche Zustand weicht. Ich möchte daher übersetzen: ״und bei ihren! Entfernen (d. h. wenn sie wreichen) verschliesst Er (es)“. Uebrigens kommt ja מוסר in der Bedeutung ,,Unterweisung, Mahnung“ nie (auch nicht in unserem Buche) def. vor. Es ist dann richtiger ובמסרם zu lesen. Der Hinweis auf 36, 10 muss ohne Belang bleiben. Vgl. noch Budde 126. -— Die Paraphrase des Targ. ובמרדותהון ,,und bei ihrer Widerspenstigkeit“ entspricht nicht dem Parallelismus. 33,24. Zu פדה — פדנוהו vgl. ausser Del., Hitzie: noch גבה — גבעות. 33, 25. רטפש hängt ohne Zweifel (durch Metathesis) mit talmud. טרפשא zusammen. (Del. z. St. und Frankel in Ztschr. f. Assyr. III, 55 (syr. und juch). 33, 26. Nach Targ. ist תרועה hier aram. רעיה hebr. רצון, bedeutet also ״Wohlgefallen1 c; Cod. 1106 fügt zu!TUTD noch וביבבא hinzu. Vgl. das vhghd. וירצהו. 33, 27. Szold hat durchaus Recht, ישר von ״ שורblicken, sehen“ abzuleiten, w?eil dadurch der Gegensatz zum vor. Verse deutlicher hervortritt. V. 26 besagt, wie sich der Sünder Gott gegenüber verhält, und V. 27, was er, zu den Menschen hinblickend, ausruft.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.