Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 40 (1895-1896)
- Issue
- Heft 9 (Juni 1896)
- Article
- Beiträge zur Erklärung des Buches Hiob
- Date
- 1896-06-01
- Page
- Seite 391 (sequence 7)
- Language
- German
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Beiträge zur Erklärung des Buches Hiob. 391 der scheinbar zwischen 27, 2 und 28, 28 liegt und ein Zusainmenfassen von capp. 27 und 28 fast unmöglich erscheinen lässt, heben will, so muss man aus 27, 2 den Gedanken entfernen, als verdächtige Hiob Gott der Vergewaltigung und Unterdrückung seiner Gerechtsame. Nun ist ja bereits ausser חי אל auch ושדי als Anrufung Gottes zum Zeugen aufgefasst worden; man muss aber alsdann für הסיר und המד nicht den an gerufenen Gott als Subj. sich denken, was ja übrigens vollends widersinnig wäre, sondern das unbestimmte ,,manu : 80״ wahr Gott lebt, man hat mein Eecht mir entzogen — und (so wahr) der Allmächtige (lebt), man hat verbittert meine Seele!“ (Sonst wird ־wiederholt die 3. pers. pb für ״man“ gebraucht, interessant ist 30, 11, ־wo auch das sufL der 3. pers. sing. יתרון] gebraucht ist. Als logisches Subj. sind natürlich die Freunde zu denken, vor denen er ja auch im Folgenden sein Eecht vertheidigt. 29, 4. Sowohl der talrnud. Gebrauch von קדם חרף (V. 2) als der in der Bedeutung ,,Scharfsinn“ eignet sich für unsere Stelle־, letzteres entspricht dem folg. סוד. Darnach giebt sich Hiob als ״Philosoph“ zu erkennen. Vgl. das nhbr. פרחי כהונה ,,junge Priester“ (v. ״ פרחblühen“?)\ darnach wäre unser חרפי vielleicht durch Metathesis von פרחי zu denken (ebenso wie das talmud.) und würde ,,meine Blüthezeit“ bedeuten. Vielleicht ist auch ״ ופרחת =) וחפרתdu würdest gedeihen“] hierher zu ziehen. 29, 18. Darf man vielleicht ״ קניmein Schöpfer“ lesen? 29, 18. Zur Phönixsage vgl. noch Wiedemar! n in Ztschr. z. aeg. Sprache und Althkd. XVI, 92 und Merx5 Archiv II, 104 ff. 30, 3. Die Worte כחסר ובכפן גלמוד sind ohne Zweifel zum Ende des vorhergeh. Verses zu beziehen. — Die Bedeutung ״nagen“ (הערקים [vgl. V. 17.]) erwähnt schon Mg. (nach Früheren), — אמש, das vielleicht an משואה anklingen soll, gehört zu מוש resp. ״ מששtappen“, durch Vorsatz des א gebildet, wie אבן v. כנה (vgl. Olshausen, Lebrb. d. hebr. Spr., § 136 Ende) und bedeutet aclv. ״im Umhertappen“. 30, 6. Im Neuhehr, kommt חריץ in der Bedeutung ״Spalte, Graben“, ebenso wie das Verb הרץ, das sowohl im B11. als im Nhbr. existirt, ״einschneiden“ bedeutet. חרץ und ערץ einander gleichzustellen, liegt durchaus nahe. 30, 7. Szold stellt hier, mit Bück sicht auf das folgende יכהקו ,יספחו mit קהת, (Gen. 49, 10) zusammen (Metathesis), in der Bedeutung ״sich versammeln, zusammenschaaren“.