Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 40 (1895-1896)
- Issue
- Heft 9 (Juni 1896)
- Article
- Beiträge zur Erklärung des Buches Hiob
- Date
- 1896-06-01
- Page
- Seite 390 (sequence 6)
- Language
- German
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390 Beiträge zur Erklärung des Buches Hiob. ״mit El’s Hilfe“. אשר עם שלי heisst (nach V. 13): ״was (ich) von Gott (weiss).“ 27, 19. Der etwas schwierige Satz enthält vielleicht einen befriedigenden Sinn, wenn ־wir mit Mg. אסף in der Bedeutung ״heilen“ (vgl. 2. Köil. 5, 6) auffassen: ״Der Reiche legt sich nieder und wird nicht wieder geheilt; nur noch einmal schlägt er die Augen auf und ist nicht mehr“. Hiob schildert die Hilflosigkeit des ]Reichen, den seine Schätze nicht von der lebensgefährlichen Krankheit zu heilen vermögen, die einmal über ihn verhängt ist*, gar schnell geht es mit seiner Lebenskraft abwärts. — So wird auch die Schwierigkeit gehoben, ואיננו auf den hier nicht ausdrücklich genannten Reichthum anzuwenden. — Das Bild seines (rapiden) Untergangs wird im!Folgenden weiter ausgeführt. 28, 8. Die Bedeutung ,,einkehren, betreten“ ergiebt sich für עלה, wenn man bedenkt, dass im Aram. ״ מדיsich entfernen“ heisst und das entspr. hehr. ״ סורeinkebren“, eig. (zu Jmd.) ״ablenken“ bedeutet. עדא wird ja vom Targ. zur Paraphrase von עבר gebraucht 28, 18 מכבי hängt wohl mit 16 ,38 נבכי zusammen, wie auch die jüd. Erkll. betonen. ,מ heisst nun entweder (מבכי: gelesen) ״die Finthen“ oder bedeutet, mit מן verbunden, ״vom Pliessen ־weg.“ 28, 19 פטדה ist wohl der Topas (Metathesis‘?); vgl. LXX und DiocL 3, 39 (Hitzig), Gesen. Lex. s. v. Dazu stimmt auch die Paraphrase des Targ. ״ מרגלא ירק אgrüner Edelstein“. Ex. 28, 17: ירק. Mg. liest, ohne dass es Bub er aufgefallen ist, ״ מ׳ יקראwerthvoller E.“) Mg. erklärt es übrigens auch durch arab. ומר״ד, was (vgl. Bub er, Einltg. X) ״Smaragd“ ist. Ygi. noch Aruch s. v. אומרגדין. 28, 27. 28. Will man einen erträglichen Sinn erhalten, so• darf man sich nicht Gott als Subj. denken, sondern das unbestimmte ״man“: Wenn man die grossartigen Erscheinungen des Wetters betrachtet, ״dann sieht man sie (die Weisheit Gottes) und spricht von ihr, sucht sie festzustellen (in ein System zu bringen) und auch zu ergründen.“ Bas gilt jedoch nur für Gott; das Mass der menschlichen Weisheit ist ein ganz anderes. (V. 28) Und man sagt (sich?): ״Was den Menschen anbetriflt (vgl. Ps. 16, 3), so ist Gottesfurcht Weisheit und das Meiden des Bösen Einsicht.“ Somit hat sich in Hiob’s Gesinnung die Peripetie vollzogen; er erkennt an, dass es für den Menschen am richtigsten sei, sich eines gottesfürchtigen und guten Lebenswandels zu befleissigen. Wenn man den Widerspruch,