Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 40 (1895-1896)
- Issue
- Heft 9 (Juni 1896)
- Article
- Beiträge zur Erklärung des Buches Hiob
- Date
- 1896-06-01
- Page
- Seite 388 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2829132-2829682-2829692-2879990--27193-2880011- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Rashi 1× ep/1002670
OCR text
388 Beiträge zur Erklärung des Buches Hiob. Raschi (zu Ez. 23, 8) erklärt עשר durch afrz. אוטיינירי״כט (et raignoient ,,sie drücken fest zusammen‘1). 23, 12. LXX haben offenbar nicht gerade ממצות gelesen. Vielleicht ist 0 מצות שפתיוbj. zu אט und ולא אם*ש zu מחקי zu beziehen; letzteres thut übrigens Szold. 23, 17. Mg.: ,,sonst ־wäie ich nicht vergangen ob der Einsterniss (und nicht hätte Dunkel sich deckend vor meinem Antlitz gelagert)“. 24, 1. Der Vers, der nahezu als einer der schwersten im Hiob bezeichnet werden kann, dürfte vielleicht eine richtige Erklärung resp. Uebersetze! 11g erhalten, wenn wir der Auffassung Jos. Kimchi’s folgen. Derselbe fasst לא נצפנו und die zweite Hälfte des Satzes als Relativsatz, welcher das Wesen des שדי näher bestimmen soll. K. fasst zwar הזו in der Bedeutung ״sehen“; wir folgen aber den meisten jüd. und neueren ErklL, indem wir es von ״ חווum-, abgrenzen“ herleiten. Die Stelle lautet alsdann: Warum (geschieht es) vom Allmächtigen aus, vor dem die Zeiten nicht verborgen und dessen Tage nicht einmal die abgrenzen (d. h. abgegrenzt sich vorstellen) können, die Ihn erkennen, dass man Grenzen verrückt. . —• Hoch angebrachter dürfte es jedoch sein, bei den! bekannten Wechsel von ו und צ (vgl. z. B. ועק und עצר עור ,צעק Hi 30, 13 יצקו יזקו ib. 36, 27) anzunehmen, dass hier חצו חוו ist; vgl. Ps. 55, 24 (לא יחצו ימיהם). Dass das Suff, in ימיו einen Singul. voraussetzt, trotzdem הזו vorangeht, fällt nicht auf; es ist distributiver Sprachgebrauch, auf den bes. Ibn Esra des 0öfteren hinweist; vgl. übrigens das K’thib. Dann hat natürlich der Satz den Sinn: ״Warum sind vom Allmächtigen nicht Lebensjahre (zur Verlängerung des Lehens der Frommen) aufbewahrt? Warum gelangen die Ihn Erkennenden nicht zur Hälfte ihrer Tage?“ 24, 18. 19. Beachtet mail die Targ.-Paraphrase (zu ״ שעיעתהון (חלקתםihre Glätte“, so erhält die Stelle folgenden Sinn: ״Behend eilt er über des Wassers Fläche, gar schnell (gemacht) ist (eig. muss sein) ihr (leises) Hingleiten über die Erde (das Wasser steht im Ggs. zur festen Erde; überall plündern sie); nicht wendet er sich (versteckt?) zu den Weinbergen hin (V. 19). In der Dürre und Hitzezeit ('d. i. Sommer) rauhen sie, beim Sclmeewasser (d. i. Winter) sündigen sie bis in den Tod“. — Uebrigens findet sich in unserem Targ. (nach V. 20) eine zweite Paraphrase zu V. 19, welche חום ,ציה und מימי שלג, welche, wenigstens nach der Lesart im Mg., gleichfalls als Zeitbestimmungen fasst. Dort werden die Worte